Schluss mit Sommerpause: SP-Anfrage zu erwarteter Bestellung Heckes im Parlament
- Wird Asfinag-Gutachten als "Munition" verwendet?
- Heute Sondersitzung im Nationalrat
Die SPÖ wird den möglichen Wechsel von Asfinag-Chef Walter Hecke in den Vorstand der neuen ÖBB-Holding nun auch im Parlament thematisieren. In der heutigen Sondersitzung wird SP-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsminister Hubert Gorbach einbringen. Kräuter zweifelt an den Management-Fähigkeiten Heckes und verweist auf ein Gutachten des Beratungsunternehmens Contrast, welches im April 2004 bei der Asfinag für Aufregung gesorgt hatte.
Demnach mangle es bei der Straßenfinanzierungsgesellschaft am Controlling, eine fundierte strategische Ausrichtung fehle. Außerdem werde ein funktionierendes Berichtswesen vermisst und das Management habe keinen Überblick über den Gesamtkonzern, so die Gutachter damals. Das Papier war von der Asfinag selbst in Auftrag gegeben worden.
Bevor Gorbach "seinen FPÖ-Parteifreund Hecke" nun in die Holding-Spitze der ÖBB hieve, solle die breite Öffentlichkeit über diese "Managementqualitäten" informiert werden, so Kräuter ironisch. "Dagegen sind selbst die 'ÖIAG-Privatisierungsexperten' Michaelis und Wieltsch noch Leuchten", meint der SP-Politiker. In der Anfrage möchte er von Gorbach wissen, ob ihm das Contrast-Gutachten bekannt ist und ob er nun als Konsequenz das Asfinag-Management abberufen wird. (apa/red)
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