Aufbau der Wiesn in vollem Gang: Gut 590 Schausteller und Gastronome sind bereit
- Volksfest steigt vom 18. September bis zum 3. Oktober
- PLUS: "Wiesn Card" und neue High-Tech-Fahrgeschäfte

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Von A wie Almradler bis Z wie Wälder Zitronenradler
Die Aufbauarbeiten für das 171. Oktoberfest sind in vollem Gange, überall auf dem Gelände unter der Bavaria wird gehämmert, gesägt und gebohrt. Vom 18. September bis zum 3. Oktober werden zum größten Volksfest der Welt mindestens sechs Millionen Besucher erwartet. Insgesamt sind für die Wiesn heuer gut 590 Marktkaufleute, Schausteller und Gastronomiebetriebe zugelassen
"Der Tourismus hat seit 2001 wieder gewaltig angezogen, die Zeichen stehen auf Zuwachs", prognostiziert Festleiterin Gabriele Weishäupl. Insgesamt sind für die Wiesn heuer "nur" gut 590 Marktkaufleute, Schausteller und Gastronomiebetriebe zugelassen, etwa 60 weniger als im Vorjahr, und das Areal ist lediglich 26 statt 31 Hektar groß.
"Kleine Wiesn"
In diesem Jahr gibt es nur eine "Kleine Wiesn", weil sich die Veranstalter die Theresienwiese mit dem Zentral-Bayerischen Landwirtschaftsfest (ZLF) teilen müssen. Dennoch gibt es genug zu tun. Überall werkeln Helfer mit Pinsel, Hammer und Bohrmaschine, Kabel werden kilometerweise verlegt, Sattelschlepper karren immer neue Bauteile heran. "Wir sind sehr gut in der Zeit - das Wetter spielt mit", sagt der Bauleiter einer Zeltbaufirma, Klaus Bissinger. "Jetzt hoffen wir nur, dass es zur Wiesn so schön bleibt."
Teures Bier, keine Alcopops
In den zwei Festwochen werden bis zu 12.000 Kellnerinnen, Standbetreiber, Köche und andere Bedienstete im Einsatz sein. Voraussichtlich sechs Millionen Maß Bier werden durch durstige Kehlen rinnen. Dabei müssen die Besucher deutlich tiefer in die Tasche greifen, die Maß ist mit bis zu 7,10 Euro so teuer wie noch nie. Im vergangenen Jahr lag der Höchstpreis bei 6,80 Euro. Alkohol-Mixgetränke, so genannte Alcopops, sind erstmals verboten. "Wir sind dieser Empfehlung des Jugendamts gerne gefolgt, denn Alcopops sind Kinderdrogen, und die wollen wir nicht auf dem Oktoberfest", sagt Weishäupl.
"Wiesn Card" und neue High-Tech-Fahrgeschäfte
Erstmals können Besucher mit einer "Wiesn Card" bargeldlos bezahlen. Die Karte gibt es mit einem Guthaben von 30, 40 oder 50 Euro, ihre Besitzer erhalten zusätzlich einen Rabatt von zehn Prozent. Um Missbrauch durch Kinder zu vermeiden, kann man mit der "Wiesn Card" aber weder alkoholische Getränke noch Tabakwaren kaufen. Etwas für Mutige ist das brandneue High-Tech-Fahrgeschäft "Cyber Space". Jeweils vier Personen pendeln Rücken an Rücken 50 Meter hoch über den Dächern Münchens und schwingen in Loopings bei Tempo 90 durch die Lüfte. (apa/red)
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