Mittwoch, 25. August 2004

Urlaubs-Bilanz: Nächtigungsminus im Tiroler Sommertourismus trotz Ankünfteplus

  • Bisherige Tirol-Bilanz: 7,7 Mio. gezählte Nächtigungen
  • Piefke-Saga: Rückgang der deutschen Urlaubsgäste

In der bisherigen Sommer-Saison ist im Tourismus in Tirol ein Minus bei den Nächtigungen verzeichnet worden, auch wenn die Gäste-Ankünfte im selben Zeitraum zunahmen. Zwischen Mai und Juli wurden 7,7 Mio. Nächtigungen gezählt, gab die Tirol-Werbung bekannt.

In den ersten drei Sommermonaten kamen 1,8 Millionen Gäste nach Tirol, diese Zunahme bedeutet eine prozentuelle Steigerung um 2,5 Prozent. Auf Grund der sinkenden Aufenthaltsdauer musste der Tiroler Tourismus in der laufenden Sommer-Saison-Zwischenbilanz dennoch einen Nächtigungsrückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres registrieren. Der bisherige Saisonabschnitt von Mai bis Juli repräsentiert in etwa 45 Prozent des gesamten Sommer-Nächtigungsvolumens.

Schlechtes Wetter und Rückgang der deutschen Gäste
Im Monat Juli wurde ein Nächtigungsrückgang von 0,4 Prozent verzeichnet, was die Tirol Werbung auf die "nach wie vor ungünstige Ferienregelung" des Hauptherkunftsmarktes Nummer Eins Deutschland zurückführte. Zum anderen sei dafür auch die schlechtere Wettersituation verantwortlich, die viele Gäste auch aus Österreich nicht zu einem Tirol-Urlaub animieren habe können. So sei im Inlandstourismus im Juli ein Nächtigungsrückgang von minus 1,8 Prozent gezählt, während in der bisherigen Sommersaison weiterhin eine Steigerung von Österreich-Urlaubern in Tirol mit Plus 2,6 Prozent aufscheine. Der Rückgang der Gäste aus Deutschland halte sich angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage in dem Nachbarland in der Zwischensaison mit einem Minus von 4,7 Prozent "in Grenzen". Die Niederländer als 3. wichtigster Quellmarkt im Sommer verbuchten ein Minus von 8,8 Prozent. Die Schweizer stagnieren im heurigen Sommer bis dato auf dem hohen Vorjahres-Niveau (+ 0,2 Prozent).

Top-Hotels als Gewinner
Bei den Quartierarten zählte die Top-Kategorie (plus 2,9 Prozent) neuerlich zu den Gewinnern, wohingegen die Privatquartiere ein Minus von 10,4 Prozent verzeichneten. Die Ferienwohnungen konnten das hohe Niveau aus dem Vorjahr halten.
(apa/red)


25.8.2004 08:50