Holz als wertvolles Exportgut: Absatz in den USA ist um 80 Prozent gestiegen
- Hoher Ölpreis lässt Holzexporte "explodieren"
- Japan und China als Zukunftsmärkte ins Auge gefasst
Holz wird für Österreich ein kostbarstes Export-Gut. Die Holzexporte in die USA sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres geradezu "explodiert". Wie der Vorsitzende der österreichischen Sägeindustrie, Hans Michael Offner, am Freitag erklärte, sei der Absatz um 80,3 Prozent gestiegen. Insgesamt exportierte die heimische Sägeindustrie von Jänner bis Mai 2,97 Millionen Kubikmeter Nadelschnittholz, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber 2003.
Die aktuellen Konjunkturprognosen würden die Sägeindustrie durchaus positiv stimmen, meinte Offner bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. Die Märkte in den USA und im Hauptabnehmerland Italien, 64 Prozent der Ausfuhren gehen dorthin, dürften auch weiterhin steigende Mengen abnehmen. Lediglich Deutschland macht den Sägern ein wenig Kopfzerbrechen, obwohl auch dorthin die Exporte um mehr als 57 Prozent gestiegen sind.
Mit ein Grund für den Optimismus ist auch der hohe Ölpreis. Offner: "Die hohen Einnahmen in der Levante führen mit drei- bis neunmonatiger Verzögerung zu einem Anspringen der Baukonjunktur, von der wir profitieren." Holzexporte in den nahen und mittleren Osten hätten in Österreich lange Tradition, derzeit seien auf diesem Markt aber die Preise "ziemlich am Boden".
Großes Augenmerk legt die österreichische und europäische Sägeindustrie derzeit auf den japanischen Markt. Dieter Kainz, Obmann von proHolz Austria, erklärte, am 28. September werde es in Tokio einen "European Wood Day" geben. "Im Anschluss daran fahren wir nach China, um dort das europäische Holz zu präsentieren", sagte Kainz. China sei der potenziell größte Markt auf der Welt, der große Zukunftschancen biete.
(apa)

