Positive Bilanz der Semperit AG Holding: Ergebnis konnte um 17 % gesteigert werden
- Absatzschwierigkeiten im Stammwerk Wimpassing ausgeglichen
- Rekordergebnis für 2004 erwartet
Die börsenotierte Semperit AG Holding konnte ein positives erstes Halbjahr 2004 Vermelden. Die Semperit AG, seit 1983 von der Semperit Reifen AG völlig getrennt, konnte das Ergebnis vor Steuern (EGT) um 17,3 Prozent auf 27,1 Mio. Euro steigern. Bekräftigt wurde der Ausblick: Für das Gesamtjahr 2004 werde erneut ein Rekordergebnis, das 14. in Folge, erwartet.
Das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich auf 26,3 (22,4) Mio. Euro. Der Gruppen-Umsatz wuchs um 4,2 Prozent auf 244,6 Mio. Euro, gab das Unternehmen Freitag bekannt. Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 17 (13,2) Mio. Euro.
Die Semperit AG Holding konnte mit den Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten übertreffen, die im Mittel ein Ebit von 23,5 Mio. Euro und einen Umsatz von 243,4 Mio. Euro erwartet hatten.
Die Zahl der Beschäftigten belief sich Ende Juni 2004 auf 5.830 Mitarbeiter, um 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im größten Geschäftsbereich Sempermed mit einem Umsatzanteil von 38 Prozent wurden an allen Produktionsstandorten bei voll ausgelasteten Kapazitäten massive Kostensenkungsprogramme vorangetrieben, um die Beeinträchtigung der Wettbewerbsposition durch die Dollarschwäche auszugleichen. Bei Sempermed Europa mit der Produktion im österreichischen Stammwerk Wimpassing wurden Absatzschwierigkeiten bei Operationshandschuhen durch signifikante Umsatzsteigerungen mit Untersuchungshandschuhen ausgeglichen.
Die beiden thailändischen Werke von Siam Sempermed wirtschafteten dank forcierter Kostensenkungsprogramme und einer verbesserten Artikelstruktur im Rahmen der Erwartungen. In der chinesischen Vinyl-Handschuh-Produktion von Shanghai Foremost beeinträchtigte der starke Kostenauftrieb auf der Rohstoffseite das budgetierte Ergebnisziel etwas. Die Vertriebsgesellschaft Sempermed USA konnte auf dem weltgrößten Handschuhmarkt ihren Marktanteil weiter ausbauen.
Der Geschäftsbereich Semperflex mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent setzte sich die dynamische Entwicklung weiter fort und sicherte eine anhaltende Vollauslastung der Produktionskapazitäten. Der Bereich Semperform (Umsatzanteil 19 Prozent) verzeichnete ein überdurchschnittliches Wachstum, das auch eine erfreuliche Verbesserung der Ertragslage mit sich brachte. Bei Sempertrans (Umsatzanteil 17 Prozent) gingen die Wachstumsimpulse vor allem von den Konzerngesellschaften in Polen und Indien aus.
Auf Basis des in der Hauptversammlung 2002 beschlossenen Aktienoptionsplanes wurden 54.843 Aktien von Semperit-Mitarbeitern im Juni 2004 erworben, teilte Semperit weiter mit.
Im zweiten Quartal belief sich der Umsatz auf 126 Mio. Euro, nach 120 Mio. Euro im zweiten Quartal 2003. Das Ebit betrug 15,1 (11,3) Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern (EGT) auf 15,5 (12,7) Mio. Euro.
(apa/red)

