Gegengeschäfte-Liste zum Eurofighter-Ankauf: Bartenstein rügt Firmen
- "Es wundert mich, dass in manchen Unternehmen die eine Hand nicht weiß, was die andere Hand tut"
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Aufregung um versprochene Gegengeschäfte für den Eurofighter-Kauf, die in dem versprochenen Ausmaß nicht stattgefunden haben sollen. Einzelne, vom Wirtschaftsministerium präsentierte Betrieb haben angeblich überhaupt nichts über Gegengeschäfte gewusst. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) wies Mittwoch Abend die Schuld an aufgekommenen Zweifeln an der Verlässlichkeit der von ihm in der Vorwoche präsentierten Gegengeschäfte-Liste zum Eurofighter-Ankauf einzelnen Betrieben zurück.
Es wundere ihn schon, dass die eine Hand in manchem Unternehmen nicht wisse, was die andere Hand tue, so Bartenstein in der "ZiB 2". Bei allen in den vergangenen Tagen genannten Firmen, die ursprünglich angegeben hatten, nicht von eingereichten Gegengeschäften zu wissen, habe sich nun das Gegenteil herausgestellt, indem sich die entsprechenden Anträge gefunden hätten.
Aufhorchen ließ Bartenstein zudem mit noch nicht bekannten Zahlen. So habe die Eurofighter-Herstellerfirma EADS bis 31. Mai rund 360 Mio. Euro an bereits abgeschlossenen Gegengeschäften eingereicht. Rund 160 bis 180 Mio. davon seien nach jetzigem Zeitpunkt anerkennungsfähig.
(apa/red)

