Eurofighter-Gegengeschäfte: Wirtschafts- minister Bartenstein rügt die Firmen
- Neue Zahlen: EADS hat bis 31. Mai 360 Millionen Euro an Gegengeschäften eingereicht
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Bartenstein: "Vertrag sogar deutlich übererfüllt!"
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) wies Mittwoch Abend die Schuld an aufgekommenen Zweifeln an der Verlässlichkeit der von ihm in der Vorwoche präsentierten Gegengeschäfte-Liste zum Eurofighter-Ankauf einzelnen Betrieben zu. Es wundere ihn schon, dass die eine Hand in manchem Unternehmen nicht wisse, was die andere Hand tue, so Bartenstein in der "ZiB 2".
Bei allen in den vergangenen Tagen genannten Firmen, die ursprünglich angegeben hatten, nicht von eingereichten Gegengeschäften zu wissen, habe sich nun das Gegenteil herausgestellt, indem sich die entsprechenden Anträge gefunden hätten.
Aufhorchen ließ Bartenstein zudem mit noch nicht bekannten Zahlen. So habe die Eurofighter-Herstellerfirma EADS bis 31. Mai rund 360 Mio. Euro an bereits abgeschlossenen Gegengeschäften eingereicht. Rund 160 bis 180 Mio. davon seien nach jetzigem Zeitpunkt anerkennungsfähig.
"Hypernervös und rücktrittsreif
SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter hat Bartenstein neuerliche "Lügengeschichten" vorgeworfen. Kräuter meinte, Bartenstein habe in der "ZiB 2" vom Vortag "hypernervös" agiert, sei "bei seinen Lügengeschichten ertappt und rücktrittsreif". Der SPÖ-Abgeordnete erklärte in einer Aussendung am Donnerstag, nach dem klar erwiesenen "Missbrauch von Klein- und Mittelbetrieben in der Gegengeschäftsbilanz und der eindeutigen Dokumentation der Unwahrheiten des Ministers in der Bilanzpressekonferenz" handle es sich nun um eine "neuerliche dreiste Irreführung der Öffentlichkeit".
(apa/red)

