Telekom-Boss Sundt zu NEWS: "Mobilkom-Verkauf kommt nicht in Frage"
- Nemic: "Wir können sehr gut auch alleine existieren"
- Bildung einer Kernaktionärs-Gruppe gescheitert
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Telekom-Austria-Generaldirektor Heinz Sundt schließt sowohl einen Verkauf als auch die Abgabe von Anteilen an der Mobilkom aus. Sundt in einem Interview in der neuen NEWS-Ausgabe zur Frage einer möglichen Beteiligung von Vodafone: "Es ist kein Geheimnis, dass Vodafone an der Mobilkom Austria Interesse haben könnte. Ein Einstieg wäre aber nur möglich, wenn die Mobilkom-Muttergesellschaft, die Telekom Austria, bereit wäre, Anteile zu verkaufen. Das steht aber absolut nicht zur Diskussion. Wir brauchen keine Liqudität, warum sollten wir das also machen."
Sollte die Handy-Tochter nach dem geplatzten Swisscom-Deal auf Druck der ÖIAG oder des Finanzministeriums doch noch versilbert werden, dann hätte zumindest Mobilkom Austria-Boss und Telekom-Vorstand Boris Nemsic kein Problem damit. Nemsic zu News: "Wir waren das Ziel der Swisscom beim geplatzten Deal. Man hat gesehen, dass wir als lukratives Unternehmen sehr gut auch alleine existieren können."
Wie Sundt erklärte, ist derzeit kein strategischer Partner für die Telekom in Sicht: "Mir ist im Augenblick kein strategischer Partner bekannt, der Interesse an 25 Prozent der Telekom hat. Auch Vodafone hat kein Interesse an einer Telekom-Sperrminorität. Zumindest ist mir nichts davon bekannt, und ich kann mir das auch nicht vorstellen.
Planung einer Kernaktionärs-Gruppe
Sundt bestätigt im News-Interview erstmals, dass er versucht hat, einen österreichische Kernaktionärs-Gruppe anstelle der ÖIAG zu bilden.
"Es war in der Vergangenheit nicht möglich, dass österreichische Privatinvestoren anstelle der ÖIAG die Rolle des Kernaktionärs. Ich habe das versucht, es ist aber nicht zustande gekommen. Also bin ich zu dem Schluss gekommen, dass offenbar nur die ÖIAG diese Kernaktionärs-Funktion wahrnehmen kann. Es ist doch so, dass sich jedes Unternehmen einen stabilien Kernaktionär wünscht. Die Frage ob der im In- oder Ausland zuhause ist, ist dabei sekundär." Sundt weiter: "Und wie sich herausgestellt hat, hätte die Swisscom diese Rolle hervorragend spielen können. Denn idealerweise müssen Kernaktionäre auch andere Möglichkeiten haben, als sie die ÖIAG hat. Etwa in der Frage einer Kapitalerhöhung."
Zur Frage, ob er Verlängerung seines Vetrags als Vorstandsvorsitzender der Telekom überhaupt anstrebe sagte Sundt: "Letztlich muss auch die Chemie im Verhältnis zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und den Eigentümern stimmen. Daher lege ich mich bezüglich einer Vertragsverlängerung nicht fest."
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