Dienstag, 24. August 2004

Eingegangen: Weidlinger scheitert über 5.000 Meter bereits im Vorlauf

  • Nur Gesamt-20.: "Kann mir nichts vorwerfen"
  • Sieg für äthiopischen 10.000-m-Olympiasieger Bekele

Der Oberösterreicher Günther Weidlinger hat das Athener Olympia-Finale über 5.000 m verpasst. Der 26-Jährige kam am Mittwoch im ersten von zwei Vorläufen in 13:29,32 Minuten nur auf Platz elf, gesamt wurde er 20. Nur die jeweils fünf Ersten der beiden Heats sowie die fünf weiteren Zeitschnellsten kamen weiter.

Schnellster war der Algerier Ali Saidi Sief in 13:18,94, die Favoriten, 10.000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele (ETH) und 1.500-m-Olympiasieger Hicham el Guerrouj (MAR) stiegen als Erster bzw. Dritter des ersten Vorlaufs auf.

Weidlinger hatte selbst sein Glück gesucht und das Feld auf den ersten 3.000 m beinahe ständig angeführt. "Das hat sein müssen, Bekele oder El Guerrouj machen ja kein Tempo. Und ich hab' gewusst, ich kann nur über die Zeitregel weiterkommen. Denn die Kenianer und Äthiopier können den letzten Kilometer in 2:25 laufen, ich nur in 2:30." Der Innviertler war wegen seines aktiven Rennens mit seiner Vorstellung zufrieden: "Ich hab' es selbst probiert, bin couragiert gelaufen. Aber natürlich schade, dass es sich nicht ausgegangen ist."

Weidlinger konnte Tempo nicht mithalten
Ein Aufstieg über einen Platz in die Top Fünf seines Heats war tatsächlich nicht drinnen, denn als die Afrikaner Tempo machten, fiel Weidlinger mehr und mehr zurück. Als Zwölfter ging er in die Schlussrunde, auf den letzten Metern überholte er noch den Deutschen Christian Belz und sicherte sich unter 36 Konkurrenten zumindest die Top 20. Der zweite Lauf war schneller, der letzte der 15 Finalplätze ging mit 13:24,98 weg. Seine Bestzeit von 13:17,59 konnte Weidlinger bei diesem Rennverlauf natürlich nicht attackieren.

Der ÖLV-Athlet wurde schließlich noch für die Doping-Kontrolle ausgelost, danach war der offizielle Teil seiner Saison zu Ende. "Ein bisschen tut es weh, dass sie nicht noch bis Samstag (Anm.: 5.000-m-Finale) dauert. Aber so ist das Leben", meinte er. Bis nächsten Montag bleibt Weidlinger noch in Athen. Zurück nach Wien-Schwechat wird der Steeple-Olympia-Achte 2000 übrigens von einem Schulkameraden gebracht. "Er ist Pilot und wird das ÖOC-Flugzeug nach Hause fliegen."

Ein Kompliment hatte Weidlinger übrigens für Triathlon-Olympiasieger Kate Allen. "Ich hab' mir das Rennen im Fernsehen angeschaut, sie ist wirklich unglaublich gelaufen."
(apa)

24.8.2004 11:39

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