Was Iverson & Co nicht schafften: US-Girls retten amerikanische Basketball-Ehre
- Sieg gegen Australien bedeutet drittes Gold en suite
- Peinliches Aus: Spott und Hohn für die NBA-Startruppe
Dem Basketball-Mutterland USA ist eine weitere Olympia-Panne erspart geblieben. Einen Tag nach der Riesen-Blamage des mit NBA-Stars gespickten Männerteams im Halbfinale gegen Argentinien besiegten die haushoch favorisierten US-Girls in einem nach der Pause hochklassigen Frauen-Finale das Team aus Australien mit 74:63 (29:26).
Dank der besseren Nervenkraft und Spielstärke im Schlussviertel holte sich das US-Team in der Neuauflage des Endspiels von Sydney sein fünftes Olympia-Gold. Bronze ging an Russland. Der Europameister hatte zuvor im kleinen Finale das Team aus Brasilien mit 71:62 (32:32) bezwungen.
Während über Amerikas Basketball-Millionäre kübelweise Hohn und Spott ausgekippt wurde, durften die Frauen stolz auf ihre Leistung sein. Seit Atlanta 1996 haben sie auf olympischem Parkett kein Spiel mehr verloren und feierten ihren dritten Olympiasieg in Folge. Nach ihrem Erfolg liefen sie mit der Flagge in der Hand einige Ehrenrunden. Auch die Australierinnen wurden von den 7.000 Zuschauern in der Olympiahalle begeistert gefeiert.
Mit den US-Männern, die gegen Litauen nur um Bronze spielen, wurde dagegen in der Heimat hart ins Gericht gegangen. "Blamage für Coach Brown", schrieb die "New York Post". Die "Washington Post" sah gar "fundamentale Fehler" bei den NBA-Stars. "Ich bin stolz auf meine Spieler. Sie haben hart gearbeitet", sagte dagegen Trainer Larry Brown. Der Coach gab aber immerhin zu: "Ich bin enttäuscht, dass wir nicht das Gold gewinnen." (apa/red)
