Ein Ex-Torschützenkönig trifft wieder: Lawaree hat Flaute erfolgreich beendet
- Belgier von Unterstützung bei Rapid begeistert
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Kurz vor Ende der Transferzeit der Frühjahrs-Saison hatte Rapid seinen erklärten Wunschspieler verpflichtet: Axel Lawaree. Der Torschützenkönig war aus Bregenz nach Wien-Hütteldorf gewechselt und sollte Grün-Weiß zum ersten Titel seit 1996 schießen, doch es folgte eine persönliche Flaute und ein Absturz von Österreichs Rekordmeister. Bis zum 15. August stand für den Belgier gar nur ein Liga-Treffer für den SCR zu Buche, doch in den vergangenen zwei Spielen legte der 30-Jährige seine Torsperre ab.
"Mir ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen", freute sich der Goalgetter mit Ladehemmung nach seinem Goldtreffer zum 1:0-Auswärtssieg beim SK Sturm. Im Schwarzenegger-Stadion ließ Axel wieder die Muskeln spielen, denn dort hatte er schon am 14. April sein zuvor einziges Meisterschaftstor für Rapid erzielt. Und der Stein kam danach auch endlich vor eigenem Publikum ins Rollen: Er steuerte die Nummer neun zum 3:0-Heimerfolg gegen Mattersburg einen Doppelpack bei. Das wiedergewonnene Selbstvertrauen war beim Führungstreffer klar zu sehen - der Weitschuss passte ins kurze Kreuz-Eck. "Noch vor Kurzem wäre der Ball sicher nicht hineingegangen", gab der glückliche Schütze zu.
Für Lawaree selbst ist klar, warum der Knoten wieder geplatzt ist: "Einfach unglaublich, wie der ganze Verein hinter mir gestanden ist. Trainer, Mannschaft und Zuschauer - alle haben mich immer wieder aufgebaut und mir vertraut. Ein Stürmer kann sich eine solche Unterstützung, wie ich sie bei Rapid habe, nur wünschen." Bei den Fan-Chorälen "Allez Axel Lawaree" läuft es dem Publikumsliebling nach wie vor kalt über den Rücken.
Auch Sportmanager Peter Schöttel ist froh, dass seine Prognose ("Axel wird in den kommenden Jahren unser offensiver Führungsspieler sein") schön langsam zu greifen beginnt: "Man hat schon in der Vorbereitung gesehen, dass er wieder in Form kommt. Wenn er nicht Verletzungsprobleme gehabt hätte, dann wäre er schon zum Saisonstart explodiert." Trainer Josef Hickersberger streut dem neuen Angriffs-Partner von Marek Kincl, der Tomas Dosek auf die Bank verdrängte, ohnehin Rosen: "Er hat sich nie hängen lassen und wird jetzt dafür belohnt. Es freut mich besonders, dass er wieder trifft. Denn diese Erfolgserlebnisse sind für einen Stürmer unersetzbar."
Wunschtraum Meistertitel
Nach Stationen bei Seraing, Standard Lüttich, FC Sevilla, Excelsior Mouscron und SW Bregenz war für den zweifachen Familien-Vater mit seiner Übersiedlung zu Rapid ein Traum in Erfüllung gegangen. "Ich wollte endlich einmal um den Meistertitel mitspielen." In Vorarlberg hatte es Lawaree zuvor mächtig krachen lassen: 20 Tore in der Saison 2001/02 und gar 21 Treffer 2002/03 (damit Schützenkönig) sowie noch sieben Tore im Herbst 2003 machten ihm zum Bregenzer Rekord-Scorer.
Die aktuelle Misere am Bodensee ("Wirklich schade was dort passiert. Eine eingespielte Mannschaft ist auseinander gerissen worden") lässt den umgänglichen Kumpel-Typ klarerweise nicht kalt. Doch sein Herz schlägt nun für Grün-Weiß: "Ich hatte immer ein Super-Gefühl und gesagt, wenn ich die Chance habe, zu Rapid zu kommen, kann ich nicht Nein sagen." (apa/red)
