Sonntag, 29. August 2004

Auftakt zu den US Open: Österreicher
sind erst morgen im Erstrunden-Einsatz

  • Schett sicher Dienstag, Herren vielleicht am Mittwoch
  • PLUS: Die Turnier-Raster von Damen und Herren

Ein vierblättriges Kleeblatt wird die österreichischen Farben in Flushing Meadows hochhhalten. Allerdings erst ab Dienstag, denn der heutige Start geht ohne Schett, Melzer, Koubek und Peya in Szene. Schett wird dafür sicher am Dienstag auf die junge russische Qualifikantin Anna Schakwetadse spielen, die Herren Dienstag oder Mittwoch.

Melzer trauerte noch ein wenig dem verpassten Halbfinale auf Long Island nach, wo er im Viertelfinale knapp in drei Sätzen an Dmitrij Tursunow scheiterte. "Schade, da habe ich im Tiebreak des zweiten Satzes ein bisserl unglücklich gespielt", sagte Melzer. "Aber ich bin in Form und für hier war das frühere Ausscheiden vielleicht gar nicht so schlecht." Allerdings klagt Österreichs Nummer eins, die am Montag erstmals unter den Top 40 zu finden sein wird, über Halsschmerzen und Husten.

Schuld daran sind die in den USA extremen Temperaturunterschiede auf Grund viel zu kühl eingestellter Klimaanlagen. "Das sind wir Europäer halt überhaupt nicht gewöhnt", erklärte auch Melzers Coach Karl-Heinz Wetter, der seinem Schützling mit einer starken Vitamin-Tablette auf die Sprünge half. Sicherheitshalber wurden die Tabletten auch gecheckt, damit ja keine verbotenen Substanzen enthalten sind.

Gegen Carraz ist Melzer Favorit, aber er war vorsichtig. "Der war hier immerhin im Vorjahr in der dritten Runde. Und außerdem habe ich die bisher einzige Begegnung gegen ihn voriges Jahr in Sydney verloren", so der 23-jährige Niederösterreicher. Damals hatte er in der ersten Qualifikationsrunde mit zwei Mal 4:6 verloren.

Koubek sieht sich in Runde 1 als Favorit
Auch Stefan Koubek bereitete sich am Sonntag schon intensiv auf seinen ersten Einsatz vor, trainierte u.a. mit Albert Martin. Er ist nach vier Siegen en suite auf Long Island wieder guter Dinge: "Ich habe dort erstmals seit einem Jahr oder so wieder mal vier Matches in Serie gewonnen." Gegen Alex Bogomolov jr. (USA) sieht er sich als Favorit. "Eigentlich ein Muss - gegen den sollte ich gewinnen", gibt er die Parole aus. Der dritte ÖTV-Mann im Bunde ist Alex Peya. Er hat sich zum dritten Mal en suite bei einem Grand-Slam-Turnier qualifiziert, in Wimbledon hatte er seinen ersten Sieg bei einem Major gefeiert. Sein Gegner ist der nur dank einer Wild Card im Hauptbewerb stehende US-Amerikaner Bobby Reynolds, also ein schlagbarer Opponent.

Letzter US-Open-Start von Schett?
Babsi Schett, die möglicherweise zum letzten Mal bei den US Open am Start ist, hat ein "unbeschriebenes Blatt" zur Gegnerin. Die 17-jährige Moskauerin Anna Schakwetadse hat bisher erst ein Match auf der Tour bestritten. Doch Schett und ihr Betreuer Gerald Mandl kennen sie ein wenig. "Ihr Aufschlag ist nicht so gut", weiß Mandl, der seinen Schützling favorisiert.
(apa/red)

29.8.2004 18:15