Sonntag, 29. August 2004

Der Bär ist los im Berliner Zoo: "Juan" wurde am Kinderspielplatz eingefangen

  • Das 110 Kilogramm schwere Tier befreite sich geschickt aus seinem Gehege

Im Berliner Zoo ist nach einem Bericht des "Tagesspiegel" am Sonntag ein Bär ausgebrochen. Er konnte der Zeitung zufolge mit einem Schuss betäubt und in sein Gehege zurückgebracht werden. Das Tier habe die Mauer seines Freigeheges überklettert. Der Zoo sei aber nicht evakuiert worden. Die Besucher hätten dem Treiben vielmehr neugierig zugesehen.

Der 110 Kilogramm schwere Brillenbär "Juan", der aufgerichtet etwa zwei Meter groß ist, konnte Sonntagnachmittagauf einem Kinderspielplatz von einem alarmierten Tierarzt betäubt und ins Gehege zurückgebracht werden, sagte Zoo-Direktor Jürgen Lange.

Zwischen Freigehege und Besucherbereich ist ein Wassergraben, der durch eine etwa zwei Meter hohe Mauer begrenzt wird. Das 19 Jahre alte Tier hatte einen Ast ins Wasser geworfen, sich daran abgestützt und mit einer Tatze an der Mauer hochgezogen, schilderte Lange. Danach lief der Bär auf den Wegen herum bis zum Kinderspielplatz, wo es vom Tierarzt eingefangen werden konnte.

Panik hat es unter den Zoo-Besuchern offenbar nicht gegeben. Auf die Frage, ob die Besucher in Gefahr gewesen seien, sagte der Zoo- Direktor: "Schmusetiere sind Bären nicht gerade. Ich würde sie nicht in den Arm nehmen." Aber die Tiere seien von sich aus nicht aggressiv, in Fällen wie jetzt nur neugierig und nervös. Fehler würden beim Zusammentreffen mit Menschen meist beide Seiten machen.
(apa)

29.8.2004 20:51