Samstag, 28. August 2004

Republikaner-Wahlparteitag in New York gestartet: Bush setzt auf Anti-Terror-Karte!

  • Gigantische Sicherheitsvorkehrungen in New York
  • PLUS: Die BILDER der spektakulären Anti-Bush-Demo!

Der Startschuss für den republikanischen Parteitag in New York ist gefallen. Ein großes Aufgebot an Sicherheitskräften soll die rund 50.000 Delegierten, Besucher und Journalisten schützen, die an der Convention im Madison Square Garden im Zentrum Manhattans teilnehmen. Noch bis Donnerstag werden die Republikaner in der Halle tagen und zum Abschluss formell Präsident George W. Bush zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl aufstellen.

Der Auftakt zum republikanischen Wahlparteitag in New York am Montag stand ganz im Zeichen der Erinnerung an die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der damalige Bürgermeister Rudolph Giuliani sowie Senator John McCain wollen die Rolle von Präsident George W. Bush als Führer im Kampf gegen den Terror unterstreichen. Bush selber wird erst am Donnerstag beim Parteitag sprechen.

Ex-Bürgermeister Giuliani wird den Präsidenten als "starken Führer" preisen und ihn mit Ex-US-Präsident Ronald Reagan und Winston Churchill vergleichen. In der Zeit voller Gefahren, in der sich die USA befänden, gehe es um die "Leadership", nicht um die Parteizugehörigkeit zu Demokraten oder Republikanern, will Giuliani für die Wiederwahl seines Parteifreunds Bush werben.

Arnie kämpft für Bush
Zahlreiche Redner werden in den nächsten Tagen im Madison Square Garden vor den Republikanern auftreten. Am Dienstag soll der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger als gemäßigter Republikaner mit Star-Appeal dem Präsidenten besonders bei den bisher unentschiedenen Wählern helfen. Am Mittwoch wird Vizepräsident Dick Cheney sprechen. Als Keynote-Sprecher der Convention wird der demokratische Senator Zell Miller aus Georgia aufgeboten.

In einigen Umfragen liegt Bush unterdessen knapp vor seinem Herausforderer von den Demokraten, John F. Kerry. Gemäß einer von Gallup durchgeführten Befragung, die am Wochenende veröffentlicht wurde, liegt der Präsident mit 50 Prozent vor Kerry mit 47 Prozent.

Rigorose Sicherheitsmaßnahmen
Die rigorosen Sicherheitsmaßnahmen beim Parteitag der Republikaner in New York haben selbst manche Delegierte und Ehrengäste irritiert. Orangen, Kaffeebecher und Parfümflaschen zählten zu den ersten Gegenständen, die auf dem bestbewachten Parteitag der US-Geschichte beschlagnahmt wurden.

Da Nahrungsmittel, Getränke und Flaschen verboten sind, mussten Früchte, Tassen oder teure Duftflakons abgegeben werden. Verboten sind auch Regenschirme - sie "könnten unsachgemäß eingesetzt werden", sagte Geheimdienstsprecherin Ann Roman nach Angaben des "National Journal", das täglich eine Parteitagszeitung herausbringt. Allerdings stehen laut Zeitung erstaunlicherweise Tausende von Partei- Regenschirmen für Delegierte und Gäste bereit - falls es regnen sollte.

Proteste gegen Bush
An Protesten am Sonntag nahmen nach Angaben der Organisatoren der Gruppe "United for Peace and Justice" eine halbe Million Menschen teil. Die Polizei sprach von 120.000 Teilnehmern. Im Zentrum der Demonstration stand der Widerstand gegen den Irak-Krieg. Sonntagabend wurden rund 100 Protestierende am Broadway verhaftet, weil sie laut Angaben der Polizei republikanische Delegierte bei Musical-Aufführungen stören wollten. (apa)

28.8.2004 17:56