Krisenregion Dafur: Untersuchungs-kommission beendet ihre Arbeit
- Bericht wird Anfang nächster Woche erwartet
- Lob von UNO-Koordinator für die Zusammenarbeit
·Dafur-Flüchtlinge von Milizen bedroht
Regierung hatte Dörfer zur sicheren Zone erklärt
Die Untersuchungskommission zur Umsetzung der UNO-Resolution für Darfur hat am Samstag ihre Nachforschungen in der sudanesischen Krisenregion abgeschlossen. Ein Bericht soll Anfang kommender Woche dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werden. Laut UNO- Koordinator Erick De Mul, Leiter der Inspektion, hat die sudanesische Regierung mit der internationalen Gemeinschaft gut zusammengearbeitet.
Hilfslieferungen seien wieder möglich und die Sicherheit in den Lagern im Westen des Landes stabilisiert worden, sagte der stellvertretende Koordinator für humanitäre Einsätze. "Die Sicherheitslage in den Camps ist grundsätzlich in Ordnung", erklärte Mul nach einem Treffen mit Regierungsvertretern in der Provinzhauptstadt Al Fasher. Laut Mul klagen viele Vertriebene jedoch nach wie vor über Angriffe und Vergewaltigungen durch die arabischstämmige Reitermiliz Janajaweed außerhalb der fast 150 Flüchtlingslager in Darfur.
Die Untersuchungskommission aus Vertretern der sudanesischen Regierung, der UNO und der Arabischen Liga werde nun in die Hauptstadt Khartum zurückkehren, sagte ein Kommissionsmitglied am Samstag. Die Kommission will einen Bericht erstellen, der Anfang kommender Woche dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werden soll. Am Montag läuft das Ultimatum aus, das die UNO zur Entwaffnung der regierungstreuen Janjaweed-Milizen und zur Erleichterung von Hilfslieferungen gestellt hatte.
Falls die Regierung die Forderungen der UNO nicht erfüllt, wird dem Sudan mit nicht weiter genannten "Maßnahmen" gedroht. In Darfur herrscht seit Februar 2003 Bürgerkrieg. Dabei starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen bisher bis zu 50.000 Menschen. Mehr als eine Million Menschen wurden in die Flucht getrieben.
(apa/red)
