Bombe in Santiago de Compostela explodiert: Keine Verletzten!
- Warnung vor Sprengkörper auch in La Coruna
- ETA als Urheber vermutet
In der spanischen Pilgerstadt Santiago de Compostela ist am Samstag eine Bombe explodiert. Kurz zuvor hatte ein anonymer Anrufer im Namen der baskischen Separatistenorganisation ETA vor dem Anschlag gewarnt, wie ein Regierungsmitarbeiter erklärte.
Die Bombe ging gegen 12.00 Uhr in einem Park der nordwestspanischen Stadt hoch und verursachte geringen Sachschaden. Das Gelände war nach dem Anruf abgeriegelt worden.
Nach Angaben der spanischen Zeitung "El Mundo" ging außerdem bei der baskischen Zeitung "Gara" eine weitere Bombendrohung für die Stadt La Coruna ein. Der Sprengkörper sei im Bereich des Hafens deponiert, hieß es. Die Bombe konnte allerdings noch nicht lokalisiert werden.
In den vergangenen Wochen verübte die ETA in Nordspanien mehrere Anschläge, bei denen niemand verletzt wurde. Dem drei Jahrzehnte währenden Kampf der Organisation für ein unabhängiges Baskenland sind schon mehr als 800 Menschen zum Opfer gefallen. (apa)
