FBI ermittelt: Pentagon-Beamter soll für Israel spioniert haben!
- Daten über Iran sollen weitergeleitet worden sein
- Israelische Botschaft weist Vorwürfe zurück
Ein Mitarbeiter des amerikanischen Verteidigungsministeriums steht im Verdacht der Spionage für Israel. Wie am Freitag aus Justizkreisen in Washington verlautete, ermittelt das FBI gegen einen Beamten des Pentagons. Die Person wird verdächtigt, geheime Dokumente des Weißen Hauses zum Iran weitergegeben zu haben. Nach Angaben eines Gewährsmannes, der anonym bleiben wollte, dauern die Ermittlungen an. Eine Festnahme sei bisher nicht erfolgt.
Der Verdächtige soll die geheimen Informationen einem Mitarbeiter der größten proisraelischen Lobbyistenorganisation, dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), übergeben haben. Von dort seien sie an die israelische Regierung weitergeleitet worden sein. Zur Person des Verdächtigen machte der Gewährsmann keine genauen Angaben. Er sagte lediglich, die Person arbeite im Büro von Staatssekretär Douglas Feith, der Nummer drei im Pentagon.
Die israelische Botschaft wies die Verdächtigungen zurück. Ein Sprecher der Botschaft, David Siegel, erklärte: "Wir weisen diese Vorwürfe zurück. Sie sind völlig falsch und unerhört." Auch AIPAC-Sprecher Josh Block bezeichnete die Vorwürfe als falsch. Zugleich sagte er, seine Organisation arbeite in der Angelegenheit eng mit den US-Behörden zusammen.
Israel ist einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten. Dennoch hat es in der Vergangenheit Spionage gegeneinander gegeben. Am bekanntesten ist der Fall des ehemaligen US-Militärbeobachters Jonathan Pollard, der 1987 wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Israel hat sich wiederholt um seine Freilassung bemüht und Pollard die israelische Staatsbürgerschaft angeboten. (apa)
