Freitag, 27. August 2004

UNO hält Finanz-Sanktionen gegen El Kaida für sinnlos: Anschläge meist "billig"

  • Terrornetzwerk braucht für Aktionen nur wenig Geld
  • Nur Anschläge des 11. September waren kostspielig

Von den internationalen Finanz-Sanktionen gegen El Kaida hält die UNO wenig. Das geht aus einem Bericht unabhängiger Experten hervor. Die meisten Aktionen des Terrornetzwerks hätten wenig Geld gekostet. Die großen Attacken auf Einrichtungen in Kenia, Tansania, Jemen, Indonesien und in Madrid wurden mit weniger als je 50.000 Dollar (42.000) Euro) finanziert.

Die meisten Aktionen von El Kaida, mit Ausnahme spektakulärer Anschläge wie der vom 11. September 2001, hätten wenig Geld gekostet. Nach den Ermittlungen der UNO ließ sich El Kaida die Vorbereitung der Attacken, die fast 3000 Menschen das Leben kosteten, "eine sechsstellige Summe" kosten.

Dagegen hätte es El Kaida verstanden, die Medien zu benutzen, um in der islamischen Welt Unterstützung zu finden. Auch versuche das Terrornetzwerk weiterhin, an chemische oder biologische Massenvernichtungswaffen zu gelangen.

Dem an den UNO-Sicherheitsrat gerichteten Bericht zufolge sind die Chancen, ein baldiges Ende des mit El Kaida in Zusammenhang stehenden Terrorismus zu erreichen, gleich null. Den Terroristen sei es gelungen, mit minimalem Ressourceneinsatz den Eindruck einer internationalen Krise zu schaffen.

27.8.2004 21:37