Zittern in Tokio: Laut Studie liegt das Erd-bebenrisiko in 50 Jahren bei 90 Prozent!
- Die totale Verwüstung der japanischen Hauptstadt ist demnach nur mehr eine Frage der Zeit
Tokio zittert! Stimmen die Berechnungen der Experten, ist die Verwüstung der japanischen Hauptstadt nur mehr eine Frage der Zeit. In den nächsten 50 Jahren wird das Risiko eines massiven Bebens auf rund 90 Prozent steigen!
Eine Forschungsgruppe der Tohoku Universität untersuchte die fünf starken Beben in der Nähe Tokios seit 1885 und errechnete daraus die Wahrscheinlichkeit künftiger Erdstöße.
Demnach liegt die Gefahr eines Bebens der Stärke Sieben während der nächsten zehn Jahre bei rund 30, nach weiteren 20 Jahren jedoch bereits bei 70 Prozent. In 50 Jahren wird es nach Ansicht der Experten mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu einem verheerenden Beben gekommen sein. Wegen seiner Lage auf vier Kontinentalplatten wackelt in Japan jedes Jahr hunderte Male die Erde. 1995 kamen bei einem Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe mehr als 6.000 Einwohner ums Leben. In Tokio starben 1923 bei einem Beben der Stärke 8,3 mindestens 140.000 Menschen.
"Wir wollten die Vorhersage von Erdbeben quantifizieren", sagte der Seismologe Norihito Umino. Statistische Messungen könnten die Vermutungen und das Rätselraten bei der Prognose von Erdstößen verringern. Erst im vergangenen Jahr hatten zwei Studien versucht, bevorstehende Beben am auffälligen Verhalten von Hunden und ungewöhnlichen Schwankungen von Radiowellen zu erkennen. Bisher gilt ihre Vorhersage jedoch als unmöglich.
(apa/red)
