Brennende Öl-Pipelines im Irak: Radikale Schiiten zerstören acht Leitungen
- Anschlag kostet dem Irak täglich 24 Millionen Euro
Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen haben mutmaßliche radikale Schiiten im Südirak einen Sprengstoffanschlag auf Ölpipelines verübt. Wie ein Vertreter der zuständigen Fördergesellschaft South Oil am Donnerstag mitteilte, explodierte eine Bombe unter einer Brücke. Durch den Einsturz der Brücke seien acht parallel verlaufendee Leitungen zwischen den Ölfeldern Subeir 1 und Subeir 2, 20 Kilometer westlich der Großstadt Basra, beschädigt worden. Der Anschlag ereignete sich den Anbgaben zufolge am Mittwochabend.
Erst am Wochenende hatte South Oil mitgeteilt, dass die Öllieferungen aus dem Südirak wieder ihr normales Niveau erreicht hätten. Nach Drohungen radikaler Schiiten, Pipelines in die Luft zu sprengen, war die Förderung aus Sicherheitsgründen für fast zwei Wochen ausgesetzt und der Betrieb der Pipelines stark eingeschränkt worden. Dadurch waren dem Irak täglich umgerechnet 24 Millionen Euro Einnahmen entgangen. Die Exportrückgänge hatten zu dem weltweiten Preisanstieg für Öl beigetragen.
(apa/red)
