Wieder Störfall im AKW-Temelin: Undichte Stelle im Kühlsystem des ersten Blocks
- Turbine wurde in der Nacht vorübergehend abgeschaltet
Das südböhmische AKW Temelin meldet wieder einen Störfall! In der Nacht auf Donnerstag wurde eine undichte Stelle im Kühlsystem des Generators im sekundären Teil des Blocks entdeckt.
Das Personal senkte deshalb die Leistung des Reaktors schrittweise, um 1.30 Uhr wurde die Turbine vom Netz genommen, teilte Temelin-Sprecher Milan Nebesar mit.
Keine Gefahr für Österreich
Durch den Zwischenfall "besteht keine Gefährdung für Österreich", versichert Daniel Kapp, Pressesprecher von Umweltminister Josef Pröll (V), am Donnerstag gegenüber der APA. Von dem Leck im Kühlsystem des Generators im ersten Reaktorblock sei der nicht-nukleare, elektrische Teil des Kraftwerks betroffen gewesen. Der Vorfall habe sich im Rahmen des Testbetriebs des Reaktors ereignet, betonte Kapp.
Die Informationssysteme zwischen Tschechien und Österreich hätten funktioniert, bestätigte der Sprecher des Umweltministers weiter. Die Informationen des Ministeriums über den Störfall deckten sich mit den Angaben, die Temelin-Sprecher Milan Nebesar gegenüber der APA gemacht hatte. Man erwarte, dass in Temelin die notwendigen Verbesserungen der Sicherheit gemacht würden.
Zur Zeit arbeiten die Techniker daran, die Undichtheit zu beseitigen, damit der Block wieder gestartet werden kann. Die Leistung des Reaktors war am Vormittag auf fünf Prozent stabilisiert. Die Reparatur soll etwa 24 Stunden dauern. Was den zweiten Reaktorblock angeht, läuft dieser mit voller Kraft und liefert über 1.000 Megawatt ans Netz. (apa/red)
