Mittwoch, 25. August 2004

Sintflutartiger Regen: Taifun "Aere" zieht Spur der Verwüstung dürch Südost-Asien

  • Sturm von Taiwan Richtung China, eine Million flieht
  • PLUS: Die BILDER der Zerstörung

Vor dem in Ostasien wütenden Taifun "Aere" ist fast eine Million Chinesen auf der Flucht, in Taiwan hat er weitere Todesopfer gefordert: Nach heftigen Regenfällen verschüttete ein Erdrutsch ein Dorf im Nordosten der Insel, berichtete ein Rettungshelfer. Bisher seien 15 Leichen gefunden worden. Insgesamt zählte Ostasien in den betroffenen Gebieten schon 47 Tote oder Vermisste durch "Aere".

Auf den Philippinen sowie im Süden Chinas und Japans herrschten weiter heftiger Regen und Sturm. Dörfer wurden evakuiert, Schulen und Behörden blieben geschlossen. Japan erwartete außerdem die Ankunft des Taifuns "Chaba".

Im Süden Chinas ist fast eine Million Menschen vor "Aere" in Sicherheit gebracht worden. Mehr als 40.000 Fischerboote wurden in die Häfen zurückgerufen, Flüge abgesagt. In der Provinz Zhejiang rissen die Fluten einen Menschen mit. Er galt am Donnerstag noch als vermisst. In der Nähe der chinesischen Stadt Wenzhou strandeten zwei Frachtschiffe mit 16 Besatzungsmitgliedern. Auf den Philippinen wurden fast 16.000 Menschen vor Hochwasser gerettet.

Die Schlammmassen im Dorf Tochang im nordöstlichen Bezirk Hsinchu in Taiwan begruben am Mittwochabend nach Angaben eines Rettungshelfers etwa 20 Häuser. Seit Montag wurden nach offiziellen Angaben in Taiwan mindestens 33 Menschen getötet oder als vermisst gemeldet. Vor allem in den Bergregionen richtete der Taifun Schäden an. Rettungsmannschaften bargen am Donnerstag etwa 20 Menschen aus entlegenen Bergdörfern. Rund 200 Menschen wurden mit Hubschraubern gerettet.

(apa)

25.8.2004 09:17