Türkische Armee: Start zur größen Offensive gegen PKK seit langem
- Rund 5.000 Soldaten sind an der Aktion beteiligt
- Zwischen 1984 und 1999 starben 30.000 bei Konflikten
Nach einer Zunahme von Gewalttaten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat die türkische Armee einem Fernsehbericht zufolge die größte Offensive seit langem gegen die Rebellen gestartet. Rund 5.000 Soldaten seien an der Aktion bei Sirnak in der Nähe der Grenze zum Irak im Südosten der Türkei beteiligt, meldete der Nachrichtensender CNN-Türk am Dienstag.
Ziel der Offensive ist es demnach, ein Einsickern von Kämpfern der inzwischen in KONGRA-GEL umbenannten PKK aus dem Nordirak zu verhindern. Die PKK hatte Ende Mai ihren Waffenstillstand aufgekündigt und verübt seitdem wieder verstärkt Anschläge auf türkischem Boden. Laut CNN-Türk nehmen an der neuen Offensive auch Ankara-treue Kurdenmilizen in Südostanatolien teil, die so genannten Dorfwächter. Sie sollten verhindern, dass die PKK-Trupps die Hügel in der Region als Stützpunkte nutzen könnten.
Die marxistisch orientierte PKK hatte von 1984 bis 1999 gegen die türkische Armee Krieg geführt; dabei starben mehr als 30.000 Menschen. Auf Befehl ihres auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftierten Chefs Abdullah Öcalan (APO) hatte sich die PKK 1999 in den Nordirak zurückgezogen.
(apa)
