Nach Überfall auf Munch-Museum in Oslo: Noch keine heiße Spur - Angst um Gemälde
- Bilder aus Überwachungskamera veröffentlicht
- Plus BILDER: Die dreisten Diebe auf der Flucht!
·Die BILDER des spektakulären Raubs
"Der Schrei", "Madonna" und die Augenzeugen
·Kunstraub: Munchs
"Der Schrei" geklaut
BILDER: Die dreisten Diebe auf der Flucht
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Lisa" Norwegens!
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·"Der Schrei",
"Saliera" und Co.
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Lösegeld-Forderungen, Tathergang und Folgen
Die Osloer Kunsträuber sind mit ihren erbeuteten Munch-Gemälden weiter spurlos verschwunden. Bisher sei noch kein Lösegeld für die wertvollen Bilder gefordert worden, sagte die Polizei am Montag in Oslo. Inzwischen wurden Aufnahmen einer Überwachungskamera veröffentlicht. Sie zeigen, wie die Räuber das Museum betreten und wieder verlassen.
Die Videobänder der Kamera seien jedoch weniger brauchbar, als die Polizei erwartet habe. Auch die Qualität der Fotos, die von Museumsbesuchern gemacht wurden, sei nicht so gut wie erhofft, sagte ein Polizeisprecher. Der Leiter des Munch Museums, Gunnar Sorensen, appellierte an die Diebe, vorsichtig mit den gestohlenen Meisterwerken umzugehen.
Die unverkäuflichen Werke von Edvard Munch waren Medienberichten zufolge nicht gegen Diebstahl versichert. Experten sehen in dem besonders gewaltsamen Vorgehen der Räuber eine "neue Qualität" im internationalen Kunstraub.
Die beiden am Sonntag geraubten Gemälde "Der Schrei" und "Madonna" seien nur gegen Feuer- und Wasserschäden versichert gewesen, sagte John Öyaas von der zuständigen Versicherung in Oslo, wie die Zeitung "Oslo daily Dagbladet" am Montag berichtete. Es wäre zu teuer gewesen, die Bilder seien "unersetzlich", meinte Öyaas. Betreiber des 1963 erbauten Munch-Museums ist die Stadt Oslo. Es beherbergt etwa 1.000 Gemälde, 3.000 Zeichnungen und 18.000 Drucke. Allein der Wert des Bildes "Der Schrei" wird in Oslo auf 450 Millionen Kronen (54 Millionen Euro) geschätzt.
Der Chef des Munch-Museums, Gunnar Sörensen, wollte keine Angaben dazu machen, ob das Museum auf die eventuelle Zahlung einer Lösegeldsumme vorbereitet sei, berichtete die Zeitung weiter.
Mit der Anwendung von Waffengewalt wie beim Raub in Oslo habe der Kunstdiebstahl international "eine neue Qualität" bekommen, sagte der Kölner Kunsthistoriker und Publizist Stefan Koldehoff. Weltweit gehe die Polizei davon aus, dass die Zahl derart brutaler Überfälle auf Museen zunehmen dürfte.
Der ehemalige Leiter für Kunstdelikte bei Scotland Yard, Charles Hill, sagte, die Räuber seien vorgegangen wie "Kopfgeldjäger". "Sie stehlen Gemälde wie Trophäen ohne zu wissen, was sie damit machen sollen", sagte Hill dem norwegischen Rundfunksender NRK. Der Museumsleitung riet er, kein Lösegeld zu zahlen.
Nach dem bewaffneten Raub am Sonntagvormittag waren die Räuber mit einem Helfer in einem schwarzen Audi geflüchtet. Sie hätten das Innere des Fluchtautos mit Feuerlöschschaum besprüht, um so Spuren zu beseitigen, hieß es. (apa)
