Sonntag, 29. August 2004

Mit Säge Gitter durchtrennt: Sechs Schubhäftlinge in Salzburg geflüchtet!

  • Weder Alarmanlage noch die Außenkontrollanlage funktionierte

Sechs Schubhäftlingen ist in der Nacht auf Sonntag die Flucht aus dem Polizeianhaltezentrum Salzburg geglückt. Bei der Kontrolle des Stockwerkes am Sonntag um sechs Uhr früh bemerkten die Beamten, dass die sechs Männer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren nicht mehr in ihrer Gemeinschaftszelle waren, teilte die Bundespolizeidirektion Salzburg mit.

Die Häftlinge hatten mit einem abgebrochenen Sägeblatt einer Eisensäge das Schutzgitter und zwei Gitterstäbe des Zellenfensters durchtrennt. Die Männer konnten durch das 40 mal 40 Zentimeter große Loch im Fenster die Zelle verlassen. Sie kletterten über Gitterstäbe im Erdgeschoss, gelangten auf eine Wiese und verließen über eine Mauer das Gelände der Bundespolizeidirektion.

Die Beamten prüfen, warum zu diesem Zeitpunkt weder die Alarmanlage noch die Außenkontrollanlage funktionierte. Bei den regelmäßigen Stockkontrollen wurden in der Zelle der sechs Schubhäftlinge keine Auffälligkeiten bemerkt. Die Männer stammen aus Russland, Georgien und Moldawien. Die Fahndung wurde eingeleitet. (apa)

29.8.2004 11:49