Samstag, 28. August 2004

Streit um Pensionen: 45 Beitragsjahre werden nur von den wenigsten erreicht!

  • Wegen Krankheit und unverschuldeter Arbeitslosigkeit
  • Tumpel: 45 Versicherungsjahre sollen genügen

Keine Ende in der Pensions-Diskussion: Arbeiterkammerpräsident Tumpel ist dafür, dass Menschen nach 45 Versicherungsjahren und nicht nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Pension gehen können. Dies würde bedeuten, dass auch Karenz- oder Präsenzdienstzeiten mit eingerechnet werden.

Wenn man auf 45 Beitragsjahre abstelle, würde dies eine "große Gruppe" von Arbeitnehmern "ausschließen", die beispielsweise durch Krankheit oder durch unverschuldete Arbeitslosigkeit wegen Firmenpleiten nicht auf diese Anzahl von Beitragsjahren komme, so Tumpel in einem Interview in der ZiB 3 des ORF.

Zu einem weiteren heiklen Thema bei der Pensionsreform, der Definition von Schwerarbeit, sagte Tumpel, hier solle man nicht auf bestimmte Berufe abstellen sondern auf "erschwerende Merkmale" bei der Berufsausübung. Als Beispiele nannte der Arbeiterkammerpräsident Hitze, Lärm, schwere körperliche Tätigkeit, psychische Belastung oder Arbeit unter schwierigen Witterungsbedingungen.

Nur die wenigsten erreichen 45 Beitragsjahre
Im Vorjahr hatten von 56.919 Neuzugängen in die Pension (es handelt sich um Eigenpensionen ohne Witwen-, Witwer- oder Waisenpensionen, davon 27.915 Männer, 29.004 Frauen) 8.151 Männer mindestens 45 Versicherungsjahre erreicht. Von den 8.151 Männern wiesen 5.175 Männer 45 Beitragsjahre auf. (apa)

28.8.2004 08:45