Freitag, 27. August 2004

Krenn-Sprecher Dinhobl: "Der Bischof wird natürlich nach Rom reisen"

  • Spekulationen über Nichtteilnahme "Kindereien"
  • Berichte über Ablehnung im Vatikan

Der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn werde "natürlich" nach Rom reisen und "wie viele andere Bischöfe auch" an der Zeremonie zur Seligsprechung Kaiser Karls I. (am 3. Oktober) teilnehmen. Das erklärte sein Sprecher Michael Dinhobl.

Der Krenn-Sprecher weist in den "Salzburger Nachrichten" darauf hin, dass Krenn - als Präsident der Kaiser-Karl-Gebetsliga - einer derjenigen gewesen sei, die an vorderster Front für die Seligsprechung des Kaisers gekämpft hätten. Dass der Vatikan darüber - Medienberichten zufolge - verärgert sein soll, kann sich Dinhobl laut "SN" nicht vorstellen. Er zeigte sich in dem Bericht überzeugt davon, dass Spekulationen über eine Nichtteilnahme Krenns "Kindereien" seien, die "in Österreich produziert wurden".

Laut "Kurier" schlägt dem Krenn-Plan im Vatikan Ablehnung entgegen. "Die Römer mögen das nicht", wurde Erich Leitenberger, Sprecher von Kardinal Schönborn, zitiert. "Aber das liegt in der Hand unserer Freunde im Vatikan." Johannes Parsch, geschäftsführender Präsident der Kaiser-Liga, sagte: "Momentan habe ich auf meiner Liste bei Bischof Krenn noch ein Fragezeichen."

Papst Johannes Paul II. hatte vor fünf Wochen Bischof Klaus Küng mit einer Visitation in der Diözese beauftragt. Gründe waren das Auffliegen einer Kinderporno-Affäre und homosexuelle Beziehungen im Priesterseminar.

(apa)

27.8.2004 14:45