Geld für die Heeresreform: Platter will in den nächsten Jahren Kasernen verkaufen
- Minister will "bis zu einer Milliarde Euro" lukrieren
- Noch keine konkreten Objekte genannt
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Verteidigungsminister Platter will in den kommenden Jahren Kasernen im Wert von "bis zu einer Milliarde Euro" verkaufen - und damit die Umsetzung der Heeresreform finanzieren. Konkrete Objekte wollte Platter noch nicht nennen.
Das berichten "Die Presse" und das Ö1-"Abendjournal". "Zuerst brauche ich die Planung der Streitkräfte", verwies er auf die Reformgruppe im Ministerium. Zu seinen Budgetverhandlungen mit Finanzminister Grasser - Platter hatte am Mittwoch seinen ersten Termin - wollte der Minister auf Anfrage der APA keine Angaben machen.
Eine vom Ressort in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass alle Kasernen und Liegenschaften insgesamt rund drei Milliarden Euro Wert seien. Laut einer Bewertung der Technischen Universität Wien sei es möglich, Immobilien um bis zu einer Milliarde Euro auf den Markt zu bringen. Platter: "Das schwankt natürlich unglaublich. Von der Bewertung bis zu dem, was dann schlussendlich zu bekommen sein wird, ist die Bandbreite sehr groß. Realistische und gewünschte Ansätze klaffen sehr weit auseinander."
Zum Widerstand der Landeshauptleute gegen die Kasernen-Schließungen meint Platter: "Ich habe mit ihnen das Gespräch geführt, eine Arbeitsebene auf Beamtenebene wurde installiert, nach Bekanntgabe der künftigen Streitkräfte-Struktur werde ich ein Paket mit den Ländern machen."
Zu weiteren Punkten der Heeresreform sagte Platter, der Präsenzdienst solle in Zukunft besser bezahlt werden, so man sich für einen längeren Dienst freiwillig meldet. Für Untaugliche könne er sich "gut vorstellen", wie bereits früher das Modell verschiedener Tauglichkeits-Stufen wieder einzuführen. Einem Berufsheer erteilt Platter eine klare Absage.
(apa/red)
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