Donnerstag, 26. August 2004

Neue Details zum Lignano-Mord: Mädchen hatte vor der Tat Geschlechtsverkehr

  • DNA-Untersuchungen sollen jetzt klären, ob das Opfer Sex mit dem Burschen oder dem Mörder gehabt hat

Die Ermittlungen um den Lignano-Mord gehen weiter. Laut Indiskretionen aus Ermittlerkreisen hatte das 14-jährige Mädchen vor dem Tod Geschlechtsverkehr. Mit wem, ob mit dem 16-jährigen Burschen, oder dem späteren Mörder Siegfried Varga (37) steht noch nicht fest. Weitere DNA-Untersuchungen sollen Klärung bringen.

Das Ergebnis der Untersuchung soll in den nächsten Tagen vorliegen.

Die Ermittlungen ergaben, dass der 16-jährige Varga kurz vor seinem gewaltsamen Tod seiner Mutter Renate ein SMS geschickt hatte, in dem er sich über das Verhalten des Vaters beschwerte. Dieser habe angeblich Interesse für Eleonore, Tochter seiner ehemaligen Lebensgefährtin Sabine Schirmer, gezeigt. Die Fahnder wollen nun auch mit Hilfe österreichischer Telekom-Betreiber die letzten SMS und Telefonanrufe der Opfer und des Mörders überprüfen.

Im Wohnwagen sind Handschellen sichergestellt worden. Noch war unklar, ob sie Siegfried Varga Senior verwendet hatte, nachdem er seine Opfer mit Äther betäubt hatte.

Die Staatsanwältin gab unterdessen die stark verwesten sterblichen Überreste zur Beerdigung frei. Am Donnerstag sollten die Leichen nach Österreich überführt, hieß es in Ermittlerkreisen. Die Staatsanwältin schloss aus, dass weitere Personen in den Mord verwickelt seien. Das hatte die Ex-Frau Vargas, Renate, vermutet. Die Frau war vergangene Woche von der Staatsanwältin mehrere Stunden lang vernommen wurde.
(apa/red)

26.8.2004 11:29