Vatikan verärgert über Krenns Teilnahme an Seligsprechung am Petersplatz in Rom
- Der St. Pöltener Bischof würde erneut die Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn hat Interesse gezeigt, bei der Seligsprechung Kaiser Karls I. am 3. Oktober teilzunehmen und bei der Messe auf dem Petersplatz, der Papst Johannes Paul II. vorstehen wird, zu konzelebrieren. Das berichtet die Tageszeitung "Die Presse" (Donnerstagsausgabe). Krenn ist Präsident der Kaiser-Karl-Gebetsliga, die die Seligsprechung betrieben hat.
Der Vatikan gibt sich wenig begeistert. Zu sehr wäre die Aufmerksamkeit erneut auf Krenn und die Vorfälle in St. Pölten gerichtet, zu sehr könnte das Zusammentreffen mit dem Papst instrumentalisiert werden, hieß es laut "Presse". Der Sprecher der Gebetsliga, Franz Xaver Brandmayr, erklärte auf "Presse"-Anfrage: "Wir beugen uns der Entscheidung Roms."
Papst Johannes Paul II. hatte vor fünf Wochen Bischof Klaus Küng mit einer Visitation nach Auffliegen einer Kinderporno-Affäre und von homosexuellen Beziehungen im Priesterseminar der Diözese Kurt Krenns beauftragt. (apa/red)
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