Mittwoch, 25. August 2004

Ruf nach Pflegeversicherung wird lauter: Auch ÖAAB fordert jetzt Einführung

  • Amon: "Pflegegeld nicht mehr lange finanzierbar"

Nach dem Tiroler Arbeiterkammer-Chef Dinkhauser (V) forderte am Mittwoch auch der ÖAAB die Einführung einer Pflegeversicherung. Er halte das Pflegegeld für nicht mehr lange finanzierbar, so ÖAAB-Generalsekretär Amon im Radio-"Abendjournal".

Amon gab zu bedenken, das Thema komme früher oder später auf jeden zu und schon heute gebe es in Familien große Finanzierungsprobleme, gelte es für einen Angehörigen einen Pflegeplatz zu finden. "In einem solidarischen System würden solche Probleme nicht auftauchen", so Amon.

Wie hoch dieser Pflichtbeitrag ausfallen würde, darüber kann Amon noch nichts sagen. Fest stehe für ihn nur, dass alle Erwerbstätigen, aber auch alle Pensionisten eingebunden werden müssten. Und: es könnte auch ein Teil bei den Lohnnebenkosten sein.

Ablösen sollte diese Pflegeversicherung das Pflegegeld, das derzeit aus dem Budget bezahlt wird. Bis diese Versicherung komme, müsse allerdings das Pflegegeld valorisiert werden, forderte Amon.

Als ersten Schritt zu dieser neuen Versicherung schlug Amon eine parlamentarische Enquete vor.

(apa)

25.8.2004 19:56