Mittwoch, 25. August 2004

Pensions-Streit in der ÖVP: Winkler kann sich Ablehnung im Parlament vorstellen!

  • Landarbeiterkammer-Präsident: 45 Beitragsjahre sind genug. PLUS: Verhandlungen bald abgeschlossen?

Der ÖVP-Abgeordnete Josef Winkler, Präsident der Landarbeiterkammer, kann sich vorstellen, im Parlament gegen die Pensionsharmonisierung zu stimmen, sollte es nach 45 Beitragsjahren doch Abschläge bei der Pension geben. Auf Anfrage der APA sagte Winkler, "mir ist zu wenig, wenn man das versicherungsmathematisch argumentiert".

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) hatte ja zuletzt erklärt, eine abschlagsfreie Pension nach 45 Beitragsjahren unabhängig vom Alter sei nicht finanzierbar.

Winkler erklärte dazu, er vermisse bisher Alternativen. "Das muss noch ausreichend dargestellt werden. Beispielsweise dass man dann höhere Pensionen oder ähnliches bekommt". Wie das passieren soll? - Winkler: "Jetzt gibt es 1,78 Prozent Steigerungsbetrag. Wenn ich da mehr bekomme, ist zumindest Gerechtigkeit erkennbar. Das steht jetzt aber momentan nicht zur Diskussion."

"Wenn jemand 45 Jahre in das System einbezahlt hat, so hat er dieses durch seine Beitragsleistung maßgeblich mitfinanziert", erklärte Winkler. "Für diese Leistung darf man niemanden bestrafen, sondern muss diese vielmehr durch die Möglichkeit eines abschlagsfreien Pensionsantritts honorieren", betont Winkler. Der ÖAAB-Politiker unterstrich, dass "wir sicher noch alle Möglichkeiten ausschöpfen müssen".

Befragt, ob dann auch ein Pensionsantritt beispielsweise mit 59 Jahren ohne Abschläge möglich sein müsste, wenn man mit 14 Jahren zu arbeiten begonnen hat und 45 Beitragsjahre erworben hat, sagte Winkler: "Das ist eher theoretisch. Wir müssen schon am Boden bleiben." (apa)

25.8.2004 13:41