Eurofighter-Ankauf: Gab es wirklich Gegengeschäfte im Wert von 1,7 Mrd. ?
- Vorarlberger Firma Glatz: Wissen nicht, wie wir auf Liste gekommen sind. SP fordert Bartenstein-Rücktritt
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Richtigkeit der Gegen-Geschäfte nun überprüft
Skepsis über Gegengeschäfte im Ausmaß von 1,7 Milliarden für den Ankauf der Eurofighter sind bei einigen Unternehmern aufgetaucht, berichtet die "Zeit im Bild" am Dienstag. So habe die Vorarlberger Firma Glatz erklärt, sie wisse nicht, wie man auf die von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) veröffentlichte Liste von Unternehmen mit Gegengeschäften gekommen sei. Man habe keine Gegengeschäfte abgeschlossen.
Und Heiko Heers von der Wiener Firma Schönberg&Cerny, die Spezialfolien herstellt, erklärt, man habe keine neuen Aufträge verbucht. "Wir haben uns sehr intensiv bemüht, entsprechende Unterlagen in englischer Sprache eingereicht und gebeten, uns Ansprechpartner zu nennen für potenzielle Kunden. Das ist uns leider verwehrt worden".
Auf der Liste der Eurofighter-Gegengeschäfte stehen laut "Zeit im Bild" noch mehr Firmen, die Aufträge bekommen haben sollen, aber nichts davon wissen. Im Wirtschaftsministerium habe es dazu geheißen, dass noch einige von der Liste gestrichen werden könnten.
SP fordert Bartenstein-Rücktritt
SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter hat den sofortigen Rücktritt von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) gefordert. Kräuter warf Bartenstein im Zusammenhang mit den Gegengeschäften für den Eurofighter-Kauf "politischen Betrug" und "politische Lüge" vor.
Kräuter in einer Aussendung Dienstag abend: "Dieser Minister ist ab sofort untragbar. Bartenstein hat am vergangenen Mittwoch die heimischen Medien und die österreichische Bevölkerung öffentlich in einer beispiellosen Täuschungsaktion belogen und betrogen. Ein Großteil der von Bartenstein präsentierten so genannten Gegengeschäfte steht entweder in keinem Zusammenhang mit dem Kauf der Eurofighter, oder ist überhaupt unter Missbrauch von Firmen frei erfunden". (apa)
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