Montag, 23. August 2004

Drama in Salzburg: Kleinkind stürzte in Biotop und musste wiederbelebt werden

  • Lebensgefahr: Kind war minutenlang unter Wasser!
  • Vorwürfe gegen Besitzer: Teich war nicht abgesichert

Drama um einen zweijährigen Buben in Bergheim bei Salzburg: Das Kind war am Sonntagabend in ein rund eineinhalb Meter tiefes Biotop gefallen, aus dem es erst nach rund zehn Minuten geborgen wurde. Der Zustand des kleinen Richard ist kritisch, er befindet sich derzeit im künstlichen Tiefschlaf. Man müsse die nächsten Tage abwarten, um Prognosen machen zu können, hieß es im Salzburger Landeskrankenhaus am Montag.

Der Bub hatte auf einem Spielplatz gespielt und war ungefähr um 19.40 Uhr in das frei zugängliche Biotop eines Nachbarn gefallen. Knapp zehn Minuten später entdeckte die Mutter den leblos im Wasser treibenden Sohn und zog ihn gemeinsam mit ihrem Mann aus dem Wasser. Die beiden begannen zwar mit Wiederbelebungsversuchen, als zwei Notärzte eintrafen, hatte der Bub aber keinen Herzschlag mehr.

Da junge Herzen sehr gut wiederbelebt werden können, habe man sofort mit der Reanimation begonnen, erläuterte der behandelnde Arzt. Tatsächlich konnte das Kind wiederbelebt werden. Es wurde dann mit dem Rettungshubschrauber ins Kinderspital des LKH eingeliefert.

Die Eltern erheben nun schwere Vorwürfe gegen den Besitzer des Teiches, weil dieser das Gewässer nicht sicherte, obwohl sich gleich daneben der Spielplatz befindet.

(apa/red)

23.8.2004 10:00