Auf die Pässe, fertig, los! Ötztaler Radmarathon mit Start und Ziel in Sölden!
- Die besten Hobbyradsportler der Welt nehmen teil!
- Insgesamt sind 3.000 Radsportler am 29.8. startbereit!

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Der Ötztaler Radmarathon am 29. August '04 mit Start und Ziel in Sölden/Tirol ist sportlicher Höhepunkt für die besten Hobbyradsportler der Welt: 3000 Radsportler sind startbereit.
So wie bei den meisten schwierigen Radmarathons, treffen auch beim Ötztaler Radmarathon drei völlig verschiedene Radfahrer-Typen aufeinander. Etwa einhundert von den 3000 Startern wollen den Sieg. Rund 1000 Teilnehmer sind um eine persönliche Bestzeit bemüht, die sie sich selbst vorgeben. Der große Rest, also die Mehrheit der Teilnehmer, kämpft ums nackte Durchkommen. Die Fakten der klassischen Ötztaler Runde verlangen Demut: 238km, 5500 Höhenmeter, die über vier Alpenpässe führen. Zu bewältigen sind das Kühtai 2020m von Ötz aus, der Brenner 1377m, der Jaufenpass 2090m von Sterzing aus und zum krönenden Abschluss das Timmelsjoch 2509m von St. Leonhard i. Passeier aus. 66 Kehren erleichtern den Aufstieg zu den Pässen und führen die Radler zum persönlichen Glück.
Die größte Geringschätzung für die Ötztaler Radsportler dürften Astronauten haben. Aus ihrem Blickwinkel sind die 29km und die 1742 Höhenmeter beim Schlussanstieg von St. Leonhard zum Timmelsjoch geradezu lächerlich, nicht wahrnehmbar. Zeichnet man auf einer Satelliten-Karte die Ötztaler Runde ein, hat diese die Form eines Kreises. Betrachtet man die Strecke im Profil, hat sie eine starke Ähnlichkeit mit der Krone der Österreich-Ungarischen Monarchie, nur mit dem Unterschied, dass es damals die Grenze zwischen Nord- und Südtirol nicht gab.
Die beiden Aufstiege auf Südtiroler Seite, von Sterzing 960m über die 15,5 Kilometer zum Jaufenpass und von St. Leonhard 750m zum Timmelsjoch, bilden das große Finale beim Ötztaler 2004. Meist ist schon am Jaufenpass erkennbar, wer der stärkste Fahrer im Feld ist, manchmal gelingt der alles entscheidende Ausreißversuch erst wenige Kilometer unterhalb des Timmelsjochs. Bevor es aber soweit ist, heißt es Kräfte einteilen. Von Ötz 820m hinauf ins Kühtai gilt es, eine Steigung von 18 Prozent zu bewältigen. Das kostet enorm Kraft und einiges Vertrauen in die antrainierte Form. Als eher leicht eingestuft wird die Anfahrt von Innsbruck zum Brenner. Hier wird in Gruppen oft Tempo gemacht. Erwischt man eine zu schnelle Gruppe, kann das bedeuten, dass man am Jaufenpass bereits zu den Wanderern gehört. Jene, die auf diesem Streckenabschnitt die Zugmaschine für eine Gruppe spielen, sind die wahren Ötztaler Grenzgänger. Sie führen oft eine ganze Hundertschaft an Radfahrern an die Brennergrenze heran und sich selbst über die eigene.
Alle aktuellen Infos zum Ötztaler Radmarathon: www.oetztalerradmarathon.com
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