Montag, 16. August 2004

Alpinarium Galtür erörtert künftigen Umgang mit Naturgefahren im alpinen Raum

  • Innenminister Strasser referiert über Rolle des Staates
  • Experten aus dem Katastrophenschutz mit Vorträgen

Mit prominenter Teilnahme veranstaltet das Alpinarium Galtür am 16. und 17. September erstmals die Vortragsreihe "Begegnungen am Berg". Das Symposium im Rahmen der Ausstellung "die lawine" behandelt das Leben und Wirtschaften im hochalpinen Raum. Innenminister Ernst Strasser, Motivforscherin Helene Karmasin (Gallup-Institut), Versicherungsexperte Andreas Siebert (Münchner Rück-Versicherung) und Krisenmanager Bruno Hersche geben Einblicke in ihren Erfahrungsschatz.

Der Staat wird im Wandel der Zeit mit neuen Aufgabenstellungen, die im Begriff der "kollektiven Sicherheit" zusammengefasst werden, konfrontiert. Die Sicherheit, die ein Staat heutzutage bieten kann, ist eine andere als noch vor 10 Jahren. BM Dr. Ernst Strasser beschäftigt sich mit der Fragestellung: "Wie viel Sicherheit kann der Staat bieten?" Die Leiterin der Bundeswarnzentrale (BWZ) Dr. Doris Ita und die Abteilungsleiterin des Lebensministeriums für Lawinen- & Wildbachverbauung DI Maria Patek sprechen über die Zukunft des Gefahrenmanagements in den Alpen.

Mit Übungen Schwachstellen entdecken
DI Bruno Hersche war bzw. ist als Berater im Krisenmanagement zahlreicher internationaler Großkonzerne und der Expo 2000 tätig. Als Einsatzleiter bei Großunfällen und Katastrophen beherrscht Hersche die Kunst, in kürzester Zeit lebensrettende Entscheidungen zu treffen. Übungen, welche die "Ernstsituation" nachstellen, geben Aufschlüsse über die eigentlichen Schwachstellen einer Organisation.

Das Leben mit und das Suchen nach Gefahren
Der Geschäftsführer des Alpinariums Galtür Manfred Lorenz ist selbst
Bergsteiger und kann aus eigener Erfahrung beschreiben, wie ein
Achttausender bezwungen wird. Lorenz führt die Seminarteilnehmer auf die
Jamtalhütte in Galtür und erklärt ihnen dabei, worin der Reiz an der Gefahr
besteht. (pte/apa)

16.8.2004 10:13