Powerknollen aus Fernost: Ingwer, Gin-seng & Co. gelten als wahre Lebenselixiere
- Exotische Wurzeln mit echt unverwechselbarem Aroma
- PLUS: Wie die Gewürze Küche und Gesunheit beleben

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Rein optisch fallen die exotischen Wurzeln in die Kategorie unattraktiv. Erst unter der nichts sagenden Schale entfalten sich Düfte und Geschmacksnuancen, die nicht nur den Gaumen beleben. Ingwer heizt ein. Ginseng gleicht aus. Und Galgant macht Lust auf mehr. Gemeinsam ist den exotischen Wurzelsprossen ihr unverwechselbares Aroma und der Ruf, wahre Lebenselixiere zu sein.
Denn das fernöstliche Wurzelwerk ist Genuss- und Heilmittel in einem. Behaupten zumindest die Chinesen, die Ingwer & Co. schon vor 3000 Jahren als Medikament gegen die unterschiedlichsten Krankheiten einsetzten. Die moderne Anwendungspalette reicht von Magenbeschwerden bis zur Seekrankheit und aktuelle Forschungen weisen ständig neue Wirkstoffkombinationen nach.
Ingwer - Universalgenie in der Küche
Was die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten betrifft, hat der Ingwer eindeutig die Nase vorn. Er ist in der Küche ein Universalgenie. Ob Ingwercurry oder Gingerbread mit seinem zitronig-pfeffrigen Geschmack kann er bei fast jedem Gericht zum Einsatz kommen. Außerdem hat der Ingwer als Aphrodisiakum auch heute noch einen fixen Platz in der kulinarischen Hausapotheke. Darüber hinaus soll die scharfe Knolle den Stoffwechsel anregen, gegen Reisekrankheit helfen und Kopfschmerzen vertreiben.
Ginseng
Während die frische Wurzel in Korea ein Lebensmittel im echten Wortsinn ist, kommen in Europa vor allem hochwertige Ginseng-Extrakte, -Pulver oder -Tees auf den Markt. In den USA treibt der neue Ginseng-Kult dagegen skurrile Blüten: Unzählige Ginseng-Drinks mit einer Fülle schwer durchschaubarer Inhaltsstoffe versprechen Vitalität und neue Lebenskraft. Dass nach jüngsten Untersuchungen ein Viertel der Zuckerwässer überhaupt keinen Ginseng enthalten, tut der Begeisterung scheinbar keinen Abbruch.
Galgant
Im Vergleich dazu fristet der indonesische Galgant ein echtes Stiefmütterchendasein. Zu Unrecht, denn er ist in Asiengeschäften und in Apotheken häufig als Pulver oder frische Wurzel im Angebot. Was ihm an Feuer fehlt, macht er durch Wärme wett. Und wer partout nicht mit der Powerknolle kochen mag, zündet sie einfach an: Als Räucherwerk klärt Galgant den Kopf und verbreitet einen angenehm würzigen Duft. (red)
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