Montag, 16. August 2004

Viele Sonnenbrillen schützen zu wenig vor den gefährlichen UV-Strahlen!

  • Schweizer Tester: Total-Versagerquote von 16 Prozent!
  • Lichtschäden schon in kleiner Dosis gefährlich!

Viele Sonnenbrillen schützen zu wenig vor UV-Strahlen: 16 Prozent von insgesamt 466 in der Schweiz untersuchten Brillen erfüllten die Minimalanforderungen nicht. Das stellte das Baselbieter Kantonslabor in einem im Internet publizierten Bericht fest.

Das Labor hatte das Angebot für den Sonnenbrillentest in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "der Beobachter" zu einem reduzierten Preis angeboten. Interessierte konnten ihre Brillen einschicken und deren UV-Schutzwirkung überprüfen lassen. 466 Brillen wurden begutachtet, wovon 19 (vier Prozent) "optimal" und 349 (75 Prozent) "gut" abgeschnitten haben.

Gerade noch genügenden Schutz - sie erfüllten nur die EN-Norm - boten 23 Brillen (fünf Prozent). Darunter befanden sich laut dem Labor auch neu gekaufte, von denen man bessere Werte erwartet habe. Nicht einmal das schafften 75 Brillen (16 Prozent). Diese Versagerquote sei "erstaunlich", werde doch über UV-Schutz seit Jahren diskutiert.

Lichtschäden in jeder Dosis schmerzhaft
Ungeschützt dem Sonnenlicht ausgesetzt, können die Augen Schaden nehmen. Weil Lichtschäden in kleiner Dosis schmerzlos sind, seien sie besonders heimtückisch, warnt das Labor: "Das Auge vergisst keinen einzigen Strahl."

Auch dunkle Brillen schädlich
Ob die Brille dunkel ist, sage nichts über den UV-Schutz aus. Das Labor vermutet, dass aus Unwissenheit noch zahlreiche ältere Sonnenbrillen mit ungenügendem Schutz verwendet würden. Man kann seine Brille übrigens auch im Fachhandel testen lassen. (APA/red)

16.8.2004 13:34