"Sasser"-Anklage in wenigen Wochen: 18-Jähriger gestand die Programmierung
- Ermittlungen im Wurm-Fall kurz vor ihrem Abschluss
- Mindestens 150 Strafanzeigen gegen Deutschen
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Gegen den "Sasser"-Entwickler wird vermutlich in den nächsten Wochen Anklage erhoben. Die Ermittlungen gegen der Programmierer des Wurm stehen kurz vor ihrem Abschluss, wie der Leiter der Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden, Helmut Trentmann, mitteilte. Der 18-jährige aus dem deutschen Dorf Waffensen hat die Programmierung des Schädlings gestanden. Der Wurm infizierte weltweit Millionen Computer und führte zum Absturz von Rechnern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Computer-Sabotage.
"Die technischen Fragen zu klären, ist sehr kompliziert", sagte Trentmann. "Wir sitzen mit Hochdruck an der Sache." Bei der Staatsanwaltschaft seien mindestens 150 Strafanzeigen von Geschädigten eingegangen. Dabei handle es sich im Wesentlichen um kleinere Unternehmer aus Deutschland. Aber auch zwei Städte und eine öffentlich-rechtliche Anstalt hätten Anzeige erstattet. "In allen Fällen zu prüfen, ob die Vorwürfe zutreffen, erfordert viel Zeit", sagte Trentmann.
Auf die Spur des Schülers waren die Ermittler im Mai nach einem Tipp aus dessen Bekanntenkreis gekommen. Ob auch fünf Freunde des 18-Jährigen an der Entwicklung von "Sasser" beteiligt waren, wird noch geprüft. (apa/red)
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