Hermann Maier: Herr der Ringe
- Im neuseeländischen Winter bereitet sich der Herminator auf die WM 2005 und Olympia 2006 vor. NEWS war dabei.

Für das exklusive Foto-Shooting hatte Hermann Maier, 31, die Location selbst gewählt. Ein Hügel im berühmten Weingut Ribbon auf der Südinsel Neuseelands. Atemberaubender Blick auf den Lake Wanaka und den schneebedeckten Mount Aspiring. Der Ort hat es Österreichs Skisuperstar angetan. Kein Wunder, wurden doch dort große Teile des Hollywood-Fantasyepos Der Herr der Ringe (elf Oscars) gedreht. Ganz spontan und gut gelaunt schlüpfte Maier am Originalschauplatz selbst in ein Kostüm und hatte dabei großen Spaß.
Maier zum Buchen. Für den Salzburger durchaus eine willkommene Ablenkung zum täglichen Trainingsstress. Als einziges heimisches Medium war NEWS beim dreiwöchigen Sommerlager der ÖSV-Skiasse im Südpazifik mit dabei. 23.000 Kilometer fernab der Heimat dreht sich selbst dort alles um den Herminator. Die Neuseeländer sind verrückt nach ihm. Obwohl der Doppel-Olympiasieger und vierfache Weltcupgesamtsieger aus Flachau eine mehrmals ausgesprochene Einladung des Fernsehsenders TV One in Auckland immer wieder absagen musste. Sein dichter Trainingsplan erlaubt ihm keinen Spielraum. Dennoch können die Kiwis mit Maier & Co auf Tuchfühlung gehen. Für 50 Neuseeland-Dollar, umgerechnet 35 Euro, ist man mit von der Partie. So viel kostet der Tagestrip zu den Ski Blacks, wie die Neuseeländer die Austro-Skiherren wegen der schwarzen Rennanzüge in Anlehnung an ihr Rugby-Team All Blacks tauften.
Voraussetzung dafür: die erfolgreiche Anreise über eine spektakuläre Zufahrtsstraße ins Skigebiet von Treble Cone. Nichts für schwache Nerven: ein wilder Schotterweg ohne Leitplanken, dafür Hänge, die direkt vom Straßenrand senkrecht 800 Meter in die Tiefe stürzen. Bei Schneefall mehr als ein täglicher Thrill auch für Maier, der scherzhaft meint: Das hat auch seine Vorteile. Da musst du in aller Früh schon putzmunter sein.
Geschickte Tarnung. Oben dann die nächste Überraschung. Maier präsentiert sich mit neuem Helm. Nicht wie gewohnt in Gelb, sondern in Rot. Das hab ich gemacht, erklärt er mit breitem Grinsen, damit mich die Leute nicht so schnell erkennen. Auch wenn, bedingt durch schlechtes Wetter, bisher nicht viele Zeitläufe möglich waren, bei den paar wenigen Vergleichen war Maier immer unter den Schnellsten. Obwohl er nie alles gegeben hat.
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PLUS: Hermann Maier über seine Karrierezukunft und ein Aussteigerleben in Neuseeland
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