Urlaubsbekenntnis 2004: Reise-ABC
- Die Gewohnheiten und Zwänglichkeiten der österreichischen Urlauber

Die Österreicher im großen Ö3-Urlaubscheck: Was sie essen und trinken, wie sie wohnen, was sie fladern und wovor sie sich fürchten.
Die einen haben sie schon hinter sich, die anderen stehen knapp davor: jene statistischen 2,2 Sommerwochen, die der Homo austriacus am Stück dem Arbeitsplatz fern bleibt, um sich in den Urlaub zu verfügen. Peter Zellmann, Leiter des Wiener Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung, nennt selbigen den wichtigsten zusammenhängenden Freizeitblock eines Bürgers, und folglich war es längst einmal geboten, selbigen auch demoskopisch abzutesten. Denn immerhin konsumieren 70 Prozent der Urlauber ihre freien Tage in den Sommermonaten. Zu diesem Zwecke sprangen die Holiday-Profis von Ö3 ein und stellten über das Linzer market-Institut rund 1.000 Österreichern aus allen Alters- und Einkommensschichten existenzielle Fragen zum Urlaubsverhalten.
Schnitzel-Gelüste. Es mag wichtigere Fragen im Feld der Demoskopie geben, fraglos jedoch gibt es wohl keine komischeren Antworten. Beispiele gefällig? Auf die Frage, wonach es die Urlauber in einer griechischen Taverne kulinarisch gelüstet, fordern immerhin fünf Prozent das nicht eben hellenische Wiener Schnitzel ein.
Die Eckdaten. Vorab jedoch einmal zu den Eckdaten der Studie. Zusammengefasst lässt sich sagen: Österreichs Urlauber essen am liebsten Vanilleeis und Salamipizza. Er oder sie liegen zumeist entweder untätig oder wenigstens lesend herum, haben Angst vor ungewohnten Meerestieren und übermotivierten Animateuren. Sie lassen im Hotel schon einmal das eine oder andere Andenken mitgehen und tragen ihr Geld am ganzen Körper versteckt, um nicht bestohlen zu werden. Vermisst werden im Urlaub am meisten das eigene Bett, die Arbeit und das gewohnte Fernsehprogramm.
Nun zu den Details der Holiday-Demoskopie in Rotweißrot:
Laut Freizeitforscher Zellmann nutzen etwa 30 Prozent der Reisenden das Flugzeug, doppelt so viele vertrauen trotz steigender Treibstoffpreise auf die eigenen vier Räder, und gerade einmal sieben Prozent steigen in Bahn oder Bus. Zum Flughafen lässt man sich laut Ö3-Studie von Freunden, Eltern oder Partnern chauffieren. Nur vier Prozent nutzen hier das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel.
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