Bestechungsvorwürfe gegen Jacko: Sein Opfer wurde Geld und ein Haus angeboten
- Der Stiefvater des 14-Jährigen erhebt schwere Vorwürfe
- Für ein Entlastungs-Video stundenlang festgehalten

·Jackson erschien in Weiß zur Anhörung
Bejubelt von 1.000 Fans, begleitet von der Familie
·Michael Jackson erst 2005 vor Gericht
Neuer Vorwurf: Buben zu Falschaussage genötigt
·2. Anklage gegen Jackson haltlos!
Dem Popstar droht keine weitere Missbrauchs-Klage
·Plant "Jacko" die Flucht ins Ausland?
Staatsanwalt sieht die hohe Kaution gerechtfertigt
·Die Anklage: Miss- brauch in 7 Fällen
Alle Details über den Kindesmissbrauch
·Alle Ereignisse
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Auf die Razzia in Neverland
folgte dann die Verhaftung
Michael Jackson wieder im Kreuzfeuer der Kritik: Der "King of Pop" soll versucht haben, die Familie seines mutmaßlichen Missbrauchopfers zu bestechen. Alles wartete gespannt auf die Aussage des Stiefvater des inzwischen 14-Jährigen am Donnerstag vor Gericht. Er schilderte wie Jacksons Berater ihm und seiner Familie ein Haus sowie die Finanzierung der Ausbildung des Buben angeboten hätten, wenn ihr Klient vom Vorwurf des Missbrauchs entlastet werde.
Nach einem für Jackson peinlichen Dokumentarfilm, in dem der Sänger erzählt hatte, dass er mit dem Burschen in einem Bett geschlafen habe, habe ein Mitarbeiter im März 2003 bei der Familie angerufen und sie um Mithilfe bei der Wiederherstellung seines guten Rufs gebeten, berichtete der Mann dem Gericht in Santa Maria. In einem Gegen-Video sollte der Bub und seine Mutter alle Vorwürfe zurückweisen, sagte der Militärveteran, der seit Mai mit der Mutter des Buben verheiratet ist, weiter. Daraufhin habe er gefragt: "Sie werden damit Millionen von Dollar machen, was bieten Sie der kleinen Familie an?", berichtete der Stiefvater. Dann habe der Jackson-Mitarbeiter die Vorschläge aufgelistet.
Nach dem Anruf gingen der Bub, seine Mutter und sein jüngerer Bruder zur Neverland Ranch, wo sie dann laut Anklagebehörde solange festgehalten wurden, bis das Video fertig war. Nach den Aussagen des Stiefvaters hatten zwei britische Journalisten nach Ausstrahlung des Dokumentarfilms der Familie 15.000 Dollar für ihre Geschichte geboten. Diese habe jedoch abgelehnt.
Jackson war im vergangenen November unter dem Vorwurf festgenommen worden, sich zwischen Februar und März 2003 an dem damals Zwölfjährigen vergangen zu haben. In der zehn Punkte umfassenden Anklageschrift werden ihm unter anderem Kindesmissbrauch in vier Fällen sowie Verschwörung zur Kindesentführung vorgeworfen. Der Popstar plädiert auf nicht schuldig. Der Prozess soll am 31. Jänner beginnen.
apa/red)
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