AUA prüft jetzt höheren Kerosinzuschlag wegen aktueller Ölpreisentwicklung
- Anfang August war von weiterer Erhöhung keine Rede
- Flüge könnten jetzt aber trotzdem wieder teurer werden
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Vorstand Vagn Soerensen im NEWS-Interview
Die Austrian Airlines-Gruppe prüft die mögliche Erhöhung ihres am 24. Mai eingeführten Treibstoffzuschlags von 6 Euro je Flug. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen. Nach Abschluss der aktuellen Bestandsaufnahme werde sich zeigen, "ob wir eine Nachjustierung auf Grund des steigenden Kostenaufwands, wie sie von einigen Mitbewerbern derzeit praktiziert wird, ebenfalls ins Auge fassen müssen", sagte ein AUA-Sprecher.
"Wir sehen uns derzeit das hohe Treibstoffpreisniveau unter Einbezug interner und externer Fachmeinungen zu dessen Entwicklung genau an", sagte AUA-Sprecher Johannes Davoras. Bisher habe die Austrian-Gruppe (mit AUA, Lauda Air und Tyrolean) mit dem im Mai eingeführten Ticketzuschlag von 6 Euro "die drastischen Kerosinpreissteigerungen einigermaßen abfedern" können. Anfang August hatte AUA-Finanzvorstand Thomas Kleibl noch erklärt, eine Erhöhung des am 24. Mai eingeführten Treibstoffaufschlags von 6 Euro pro Flug sei derzeit nicht geplant.
Für das Jahr 2004 hat die Austrian-Gruppe 35 Prozent ihres Jahrestreibstoffbedarfs über Finanzmaßnahmen (so genanntes "Hedging") abgesichert.
In den vergangenen Tagen und Wochen haben mehrere Fluggesellschaften auf Grund der deutlich gestiegenen Öl- und Treibstoffpreise so genannte Kerosinzuschläge eingeführt oder bestehende Aufschläge angehoben, darunter die Lufthansa, die Swiss, Air France und KLM. (apa)

