Inflation in der EU von 2,1%: Der Anstieg ist stärker als ursprünglich erwartet
- Preistreiber sind vor allem Alkohol und Tabak
- Spitzenreiter sind Lettland und Estland mit 7 Prozent
Die Inflation in der Europäischen Union und den zwölf Ländern der Eurozone ist im Februar stärker gestiegen als erwartet. Wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, stiegen die Preise im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent. In seiner Vorabschätzung vor zwei Wochen war Eurostat noch von einem Anstieg im Februar um 2,0 Prozent ausgegangen.
Preistreiber waren Alkohol und Tabak, die 7,2 Prozent teurer waren als vor einem Jahr. Sie trugen 0,25 Prozentpunkte zur Gesamtinflation von 2,1 Prozent bei. Stärker als der Durchschnitt kletterten laut Eurostat auch die Preise für das Wohnen mit plus 4,0 Prozent und den Verkehr mit 3,7 Prozent, was vor allem auf höhere Spritkosten als vor einem Jahr zurückzuführen ist.
In Deutschland stiegen die Preise mit plus 1,8 Prozent langsamer als im EU-Durchschnitt. Kräftiger langten die Verkäufer in den Euro-Ländern Spanien (plus 3,3 Prozent), Griechenland und Luxemburg (jeweils plus 3,2 Prozent) sowie Belgien und Österreich (jeweils plus 2,3 Prozent) zu. Besonders hohe Raten hatten die neuen EU-Staaten Lettland und Estland mit 7,0 beziehungsweise 4,6 Prozent. (apa)

