Mittwoch, 18. August 2004

Bis zu 12 Euro pro Strecke: Auch Air France verteuert Tickets wegen Ölpreis!

  • Zuschläge werden bei Sinken des Ölpreises wieder abgeschafft

Nach der Deutschen Lufthansa und British Airways hat wegen der hohen Ölpreise am Mittwoch auch die französische Fluggesellschaft Air France auf ihre Tickets angekündigt.

Für Langstreckenflüge würden vom 24. August an bis zu 12 Euro pro Strecke aufgeschlagen, auf europäische und Nordafrika-Flüge je 3 Euro und auf Reisen innerhalb Frankreichs 2 Euro, hieß es in einer Erklärung der Gesellschaft. Auch die mit Air France fusionierte niederländische KLM will wegen der hohen Ölpreise einen Zuschlag erheben, und zwar vom 1. September an durchschnittlich drei Euro auf alle Ticketpreise. Die Zuschläge würden wieder abgeschafft, wenn die Ölpreise an 30 aufeinander folgenden Tagen unter 35 Dollar je Barrel (159 Liter) liegen, hieß es in Paris und Amsterdam.

Lufthansa-Kunden müssen ebenfalls vom 24. August an einen Kerosinzuschlag zahlen, bei Flügen innerhalb Europas 2 Euro, auf langen Strecken 7 Euro. Dies hatte die Air-France-Konkurrentin am Montag mitgeteilt. Anfang des Monats hatte British Airways angekündigt, wegen der gestiegenen Ölpreise seinen seit Mai erhobenen Zuschlag bei Langstreckenflügen mehr als zu verdoppeln.

Ein Fass der führenden Nordseesorte Brent wurde am Mittwoch in London mit 42,81 Dollar gehandelt. Seit Anfang des Jahres sind die Preise um mehr als 40 Prozent gestiegen. Inflationsbereinigt liegen sie zwar weiter deutlich unter ihrem Rekordniveau von 80 Dollar pro Barrel in den achtziger Jahren in Folge der Iranischen Revolution. Im Durchschnitt nähert sich der in diesem Jahr erzielte Preis für US-Leichtöl mit 38 Dollar jedoch den inflationsbereinigten 43 Dollar, die durchschnittlich 1974 während des Ölembargos der arabischen Staaten gezahlt werden mussten. (apa)

18.8.2004 09:20