Dienstag, 17. August 2004

Kräfitges Gewinnplus: Erste Bank steigert Überschuss um 45,5 Prozent!

  • Höherer Zins- und Provisionsüberschuss
  • Gewinnplus zur Gänze aus dem Kerngeschäft

Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen hat laut eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2004 den Konzernüberschuss um 45,5 Prozent auf 240,2 Millionen Euro gesteigert. Die Ausweitung des Konzernüberschusses komme zur Gänze aus dem Kerngeschäft, insbesondere aus dem Privatkundengeschäft, sagte Erste- Generaldirektor Andreas Treichl am Dienstag.

Geprägt sei die Erhöhung des Konzernüberschusses durch eine starke Kreditnachfrage in Zentraleuropa sowie steigende Erträge aus dem Provisionsgeschäft und rückläufige Kreditvorsorgen in Zentraleuropa und Österreich.

Erstmals enthalten ist seit Jahresbeginn in der Gewinn- und Verlustrechnung die ungarische Postabank. Die Bilanzwerte waren schon 2003 berücksichtigt worden. Der Überschuss vor Steuern erhöhte sich um 22,1 Prozent auf 501,1 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis wurde im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 712,4 Millionen Euro verbessert. Die Eigenkapitalverzinsung konnte von 13,7 Prozent im Gesamtjahr 2003 auf nunmehr 16,6 Prozent angehoben werden. Die Kosten/Ertragsrelation lag mit 64,4 Prozent leicht über den 64,2 Prozent des Gesamtjahres 2003. Die Kernkapitalquote lag per Ende Juni 2004 bei 6,6 Prozent, nach 6,3 Prozent per Jahresende 2003.

Die Betriebserträge erhöhten sich um 5,5 Prozent auf 2,004 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss stieg um 2,1 Prozent auf 1,317 Milliarden Euro, der Provisionsüberschuss um 17,3 Prozent auf 565,2 Millionen Euro. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft beliefen sich auf 196,8 Millionen Euro (minus 4,4 Prozent). Der Verwaltungsaufwand stieg inklusive der erstmaligen Einbeziehung der ungarischen Postabank um 5,6 Prozent auf 1,292 Milliarden Euro.

Die konsolidierte Bilanzsumme der Erste Bank-Gruppe weitete sich im ersten Halbjahr 2004 gegenüber Jahresende 2003 um 7,0 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro aus. (apa)

17.8.2004 09:28