Das gute alte Sparbuch: Österreicher bei Geldanlage auf vorsichtigen Seite
Österreicher bleiben bei ihrer Geldanlage auf der vorsichtigen Seite: Bausparverträge sind noch immer die beliebteste Form der Veranlagung. 55 (1. Quartal: 59) Prozent halten diese Anlageform für "derzeit besonders interessant", auf Rang 2 folgt mit 33 (34) Prozent das gute alte Sparbuch.
Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Fessel-GfK für das zweite Quartal 2004 hervor, die auf Basis von 20.000 Interviews durchgeführt wurde. Als auffälligsten Trend nennt das Marktforschungsinstitut eine "wachsende Verunsicherung der Anleger": "Die Zahl jener, die sich für keine bestimmte Anlageform erwärmen können, steigt", während gleichzeitig die Zahl der als interessant empfundenen Anlagemöglichkeiten sinke. Der Sicherheitsgedanke bestimme weiterhin die Überlegungen der Österreicher.
Trotz seiner anhaltenden Spitzenstellung ist der Bausparvertrag zuletzt zurückgefallen, denn in den ersten drei Monaten des Jahres fanden noch 59 Prozent der Österreicher diese Sparform besonders attraktiv - unabhängig von der tatsächlichen Veranlagungsform. Dieser Rückgang sei nicht zuletzt auch eine Folge der geringeren Bausparprämie für 2004, vermuten die Marktforscher.
Weiter rückläufig zeigte sich auch die Beliebtheit der Lebensversicherung, deren Talfahrt im letzten Quartal zu stagnieren schien: Sie verlor im zweiten Quartal neuerlich an Interesse und liegt mit 32 Prozent erstmals knapp hinter dem Sparbuch (33 Prozent). Konstant ist das Interesse der im Vorjahr auf den Markt gebrachten Pensionsvorsorge mit staatlicher Prämie, die von einem Fünftel (21 Prozent) der Österreicher in Erwägung gezogen wird.
Leicht rückläufig zeigte sich das Interesse in eine Veranlagung in Grundstücke, es sank auf 30 Prozent. Stagnation gibt es bei Wertpapieren und Aktien: Unverändert bei 11 Prozent liegt das Interesse für Aktien, bei 20 Prozent jenes für Investmentfonds.(apa/red)

