Ölpreis: Prekäre Lage im Irak kann das Barrel auf bis zu 50 Dollar steigen lassen
- OPEC-Präsident besorgt über aktuelle Entwicklung
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Die unsichere Lage im Irak treibt die Ölpreise nach oben. Inzwischen werde selbst ein Barrel-Preis von 50 Dollar (40,5 Euro) für denkbar gehalten, erklärte ein Öl-Experte. Der Handel werde zunehmend vom Angstfaktor bestimmt, sagte Ng Weng Hoong vom Fachdienst EnergyAsia.com am Freitag in Singapur.
Der Ölpreis ist in New York zum ersten Mal über die Marke von 49 Dollar (39,6 Euro) gestiegen. Für die Sorte Light Sweet Crude wurden im vorbörslichen Handel am Freitag bis zu 49,27 Dollar gezahlt. In London kostete unterdessen die Nordseesorte Brent erstmals mehr als 45 Dollar. Gegen 13.30 Uhr (MESZ) lag der Kurs bei 45,14 Dollar je Barrel.
Händler nannten als Grund für die weiter steigenden Preise die angespannte Lage im Irak, wo sich Kämpfer des Schiitenführers Muktada al Sadr mit US- und irakischen Truppen in Najaf Gefechte lieferten. Im Norden des Landes wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen zudem eine Pipeline von den Ölfeldern von Kirkuk zur Raffinerie Baiji durch eine selbst gebastelte Bombe beschädigt.
"Der Markt nimmt die Störungen der irakischen Ölförderung sehr ernst", sagte James Steel von der New Yorker Brokerfirma Refco. Für zusätzlichen Druck auf die Ölpreise sorgen auf der einen Seite auch die innenpolitischen Probleme in Venezuela und das Vorgehen der Behörden gegen den russischen Ölkonzern Yukos und auf der anderen Seite eine hohe Nachfrage in den USA und China.
OPEC-Präsident Purnomo Yusgiantoro hat sich unterdessen besorgt über die weiter steigenden Ölpreise gezeigt. "Ich bin sehr besorgt über den anhaltenden Anstieg der Ölpreise", sagte Yusgiantoro am Freitag in Jakarta. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) werde ihr bestes tun, um den Preisanstieg zu stoppen. Yusgiantoro verwies in diesem Zusammenhang auf das OPEC-Treffen im September. (apa)

