Belgierin auf dem Olymp: Henin-Hardenne holt gegen Mauresmo Gold im Tennis
- Perfekte Rückkehr mit 18. Turniersieg
- Ausgepumpte Myskina verliert Spiel um Platz drei
Justine Henin-Hardenne hat ihr Comeback auf der Tennis-Bühne mit dem Olympiasieg gekrönt. Vor den Augen von IOC- Präsident Jacques Rogge gewann die Weltranglisten-Erste aus Belgien das Damen-Endspiel gegen die Französin Amelie Mauresmo mit 6:3, 6:3.
Für die 22-Jährige ist der Olympiasieg der vierte große Titel nach ihren Erfolgen bei den French Open (2003), den US Open (2003) und den Australian Open (2004). Wimbledon-Halbfinalistin Mauresmo blieb der große Wurf indes einmal mehr versagt.
Als Nachfolgerin von Sydney-Olympiasiegerin Venus Williams gelang Henin-Hardenne mit ihrem 18. Turniersieg eine perfekte Rückkehr in den Tennis-Zirkus. Weil sie am Pfeiffer'schen Drüsenfieber erkrankt war, hatte sie mit Ausnahme der French Open, wo sie Ende Mai in der zweiten Runde ausschied, seit April kein Turnier bestritten. "Ich werde alles geben, was ich habe", hatte die kleine Belgierin versprochen. Und sie hielt Wort.
Die psychisch stärkste Spielerin der Welt ist nach ihrer Krankheit auch körperlich wieder topfit. Von den Anstrengungen des Halbfinales am Vorabend, als sie gegen die Russin Anastasia Myskina nach 2:44 Stunden einen 1:5-Rückstand im dritten Satz noch umgebogen hatte, war gegen Mauresmo nichts mehr zu spüren. In 78 Minuten kam sie zu ihrem vierten Sieg im sechsten Vergleich mit der Französin, die in der Weltrangliste direkt hinter ihr platziert ist.
French-Open-Siegerin Myskina hingegen hatte im Spiel um Bronze nichts mehr zuzusetzen. Die Moskauerin verlor gegen Alicia Molik aus Australien mit 3:6, 4:6. (apa)
