Buh-Rufe nach toller Leistung: Weixing gibt gegen Oh Ende des 7. Satzes auf
- Österreicher kann den Favoriten bis zum Ende fordern,
- wirft dann aber die Nerven weg und gibt auf
Für Chen Weixing war in der dritten Runde des olympischen Tischtennis-Turniers Endstation. Sieben Sätze lang hielt der das Match offen, warf dann aber wegen einer fragwürdigen Schiri-Entscheidung die Nerven weg.
Der Österreicher erwischte gegen den in seinem ersten Olympia-Match noch auf Rhythmus-Suche befindlichen Gegner einen guten Start und gewann ihn auf sieben. Danach kam der als Nummer 13 gesetzte Oh aber in Fahrt und stellte auf 3:1, ein Satzgewinn fehlte ihm noch zum Aufstieg. Doch da packte Chen sein bestes Tischtennis aus, verkürzte auf 2:3 und vollbrachte im sechsten Durchgang ein Bravourstück, indem er einen 1:5-Rückstand noch in ein 11:9 umwandelte.
Doch bei einer 1:0-Führung im siebenten und alles entscheidenden Satz zählte der Umpire Chen das Service an. Trainer Ferenc Karsai war nachher erbost: "Der ist doch ahnungslos. Solche Leute sollten nicht Schiedsrichter sein. Chen hat doch immer gleich serviert." Und genau das brachte den Stockerauer dann aus der Fassung: "Wenn er das im fünften oder sechsten Satz gibt, dann okay. Aber nicht im siebenten. Ich wusste ja nicht mehr, wie ich servieren soll."
Die Konzentration und damit die Punkte gingen verloren. Chen machte nach der umstrittenen Entscheidung nur noch einen Punkt und gab die letzten beiden Zähler überhaupt kampflos ab. Damit blieb Weltmeister Werner Schlager der einzige Österreicher im olympischen Herren-Einzel. Er war noch am Abend ebenfalls in Runde drei gegen den Hongkong-Chinesen Li Ching an der Reihe.
(apa/red)
